Lokales

Kommentar

Die Sanierung der Tiefgarage Krautmarkt zeigt, dass man aus der Vergangenheit tatsächlich Lehren ziehen kann.

Nach dem Schweinemarkt ist der Krautmarkt dran. Kirchheims Innenstadt fehlen zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit über viele Monate hinweg mehrere Hundert Parkplätze. Aber diesmal ist alles anders. Kaum einer schimpft, niemand will etwas besser wissen. Mit Sachlichkeit und Kompetenz hat Ingenieurin Dr. Gieler-Bressmer von Anfang an ein Klima geschaffen, in dem die Baumaßnahme als unvermeidbar akzeptiert wurde. Und zwar von Verwaltung, Politik, Händlern und Bürgern. Hiobsbotschaften sind ausgeblieben.

Keine Frage: Stadt und Handel leiden. Dennoch ziehen alle an einem Strang. Diesmal streiten Händler, City Ring, Stadtverwaltung und Fraktionen nicht lautstark, sondern sie kommunizieren leise miteinander, und zwar rechtzeitig. Diese kooperative Grundstimmung spüren Bürger und Kunden. Das gemeinsame Vorgehen schlägt sich auch in guter Informationspolitik nieder, etwa im Hinblick auf Ersatzparkplätze.

Unter diesem Blickwinkel ist der Krautmarkt mehr als eine Baumaßnahme, er setzt ein Signal. Das gilt vor allem jetzt, da nicht nur Wahlkämpfe bevorstehen, sondern auch Konjunktureinbrüche prognostiziert werden. In Anbetracht dieser Herausforderungen kann Kirchheim von einem fairen Miteinander von Stadtverwaltung, Politik und Wirtschaft nur profitieren. IRENE STRIFLER

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