Lokales

Kommunales Konjunkturprogramm

Neujahrsgruß der Kirchheimer Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker

Liebe Leserinnen und Leser des „Teckboten“, am Ende des Jahres 2008 können Rat und Verwaltung der Stadt Kirchheim unter Teck auf eine Fülle von Entscheidungen zurückblicken, die unsere Stadt in ihrer Zukunftsfähigkeit vorangebracht haben. Die europaweite Ausschreibung zum Neubau des Hallenbades wurde unter Einbeziehung der Anforderungen des Sports auf den Weg gebracht. In wenigen Wochen werden die Entwürfe der Bewerber vorliegen. Ebenso wurde eine Schulentwicklungsplanung verabschiedet. Diese beinhaltet den weiteren Ausbau von Schulstandorten und den Neubau des Klassentraktes der Freihof-Realschule. Weitere Entscheidungen für eine gute Wettbewerbsfähigkeit des Bildungsstandortes Kirchheim sind im kommenden Jahr zu erarbeiten. Die Qualitätsoffensive im Kindergartenbereich wird fortgesetzt. So werden im kommenden Jahr über elf Millionen Euro in die frühkindliche Bildung investiert werden. Dies sind rund zehn Prozent des gesamten Haushaltsvolumens. Gleichzeitig hat der Gemeinderat seine Zustimmung zur Umsetzung der Sportentwicklungsplanung erteilt. Ich bedanke mich bei all denjenigen, die sich in den kooperativen Planungsprozess eingebracht haben, damit die Voraussetzungen für Sport, Bewegung und Gesundheit für alle Altersgruppen in unserer Stadt geschaffen werden können.

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Eine Generationenaufgabe ist die weitere Umsetzung der Freiraumgestaltung, gerade auch hinsichtlich der Gewässer in unserer Stadt. Dabei soll Aufenthaltsqualität für alle Bürgerinnen und Bürger in unmittelbarer Nähe zum Wohnort geschaffen werden. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, die Lebensqualität in Kirchheim unter Teck zu genießen. Das Gesicht unserer Stadt verändert sich nachhaltig. Denken Sie an den Gaiserplatz, das neu entstehende Nanz-Center mit dem anschließenden Ärztezentrum, aber auch an die neu geschaffene Turmstraße im ­Osten der Altstadt.

Die weltweite Krise macht allen Sorgen. Viele von Ihnen blicken sorgenvoll in die Zukunft, gerade dann, wenn Sie von Kurzarbeit betroffen sind oder um Ihre Arbeitsplätze bangen. Bereits bei der Haushaltsaufstellung im Sommer diesen Jahres stand für die Stadtverwaltung fest, dass es ein kommunales Konjunkturprogramm geben muss. Dies geschieht durch Investitionen in Verkehrswege, Schulen, die Stadterneuerung – gerade auch in den Stadtteilen –, in Hochbauten und baulichen Maßnahmen zur Energieeinsparung. Der Gemeinderat hat einstimmig dieses Konjunkturprogramm mitgetragen. Ich bin zuversichtlich, dass dieser Konsens über alle Fraktionen und Gruppierungen auch über die Kommunalwahl hinaus im kommenden Jahr Bestand haben wird.

Bei allen Investitionen, die getätigt werden, darf die Entschuldung nicht außer Acht gelassen werden. Zum Jahresende 2008 beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung 192 Euro. Der Haushaltsplan 2009 sieht noch eine Pro-Kopf-Verschuldung von 88 Euro vor. Seit 2006 gibt es in unserer Stadt keine Neuverschuldung mehr. Der weitere Abbau der Verschuldung ist die notwendige Voraussetzung, um in der nahen Zukunft die erforderliche Handlungsfähigkeit zu erhalten.

Am 5. Dezember, dem Tag des Ehrenamtes, wurde die Bürgermedaille der Stadt Kirchheim an sechs Mitbürgerinnen und Mitbürger für deren herausragenden Einsatz im bürgerschaftlichen Engagement verliehen. Das bürgerschaftliche Engagement wird in unserer Stadt seit je her sehr groß geschrieben. Ein traditionell gesunder Bürgersinn trägt das Funktionieren der Gesellschaft. Hierfür möchte ich mich bei all denen herzlich bedanken, die sich in unterschiedlichster Weise in unserer Stadt einbringen, um gemeinsam die Zukunft zu gestalten. Gleichzeitig möchte ich auch meinen Dank an all die Unternehmen in unserer Stadt aussprechen, die durch ihr Tun Arbeitsplätze in unserer Stadt schaffen. Ich bin davon überzeugt, dass es uns gelingen wird, die Wirtschaftsförderung im Jahre 2009 erfolgreich weiterzuentwickeln. Seit Jahrhunderten trägt ein florierender Handel dazu bei, dass unsere Stadt attraktiv ist und ein hohes Potenzial an Lebensqualität enthält. Wir freuen uns auf Gäste aus Nah und Fern, die aufgrund der kulturellen Angebote, der Vielfältigkeit des Handels und der Gastronomie nach Kirchheim unter Teck kommen.

Trotz aller Sorgen gehe ich mit großer Zuversicht in das Jahr 2009 mit dem Wissen, dass die Generation unserer Eltern und Großeltern weitaus größere Herausforderungen zu bewältigen hatte.

Ich wünsche Ihnen für das Jahr 2009 Gesundheit, Mut und Zuversicht. Bereits Friedrich Hölderlin stellte fest: „Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch“.

Angelika Matt-Heidecker

Oberbürgermeisterin