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Kompetente und loyale Führungskraft geht

Nach 42 Dienstjahren im Landratsamt Esslingen verabschiedete Landrat Heinz Eininger den Leiter des Dezernats 1 "Allgemeine Verwal- tung und Finanzen", Leitender Kreisverwaltungsdirektor Kurt Fauser, im Rahmen der jüngsten Kreistagssitzung in den wohlverdienten Ruhestand.

RICHARD UMSTADT

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NÜRTINGEN Kurt Fauser war der engste Mitarbeiter des Landrats. Seine Detailkenntnisse machten ihn zum wandelnden Kreis-Lexikon und vor allem der ungeheure Erfahrungsschatz des Leitenden Kreisverwaltungsdirektors waren Heinz Eininger eine wertvolle Stütze, wie er in seiner Rede im Kreisparlament bekannte. "Sie wiesen den Weg bei vielen wichtigen Entscheidungen und waren mir stets ein offener und zuverlässiger Ratgeber."

Fauser war der Mann im Landratsamt, der seinen Chef für die Gremien des Kreistags "munitionierte". Bei ihm liefen die Fäden zum Thema Verwaltungsreform zusammen.

In dem Mittelstädter, der 1958 das Verwaltungsgeschäft von der Pike auf erlernte, fand Landrat Eininger immer einen loyalen Mitarbeiter. Kurt Fauser hielt dem Kreisverwaltungschef den Rücken frei. In den Kreisgremien war er es, der für einen ordentlichen, disziplinierten Ablauf der Debatten sorgte.

Das nötige Rüstzeug für seine Laufbahn im gehobenen Verwaltungsdienst erwarb sich Fauser im damals noch sechsjährigen Vorbereitunsgdienst an den Bürgermeisterämtern in Neckartenzlingen und Weilheim und im Landratsamt Böblingen. 1964, nach erfolgreich absolvierter Staatsprüfung, trat Kurt Fauser in die Dienste des Landkreises Nürtingen. Mit der Kreisreform übernahm er das Amt für allgemeine Kreisangelegenheiten beim neu gebildeten Landkreis Esslingen. 1974 war er der erste offizielle Pressereferent des Landkreises und elf Jahre danach der Leiter des Dezernats 1. Er leitete zunächst den Bereich Personal und Organisation. 1996 kam das Finanzdezernat hinzu, zu dessen Aufgabenbereich auch das Feuerlöschwesen und der Katastrophenschutz gehörte.

Vor knapp einem Jahr übernahm Kurt Fauser im Rahmen der Verwaltungsreform mit der Hereinnahme des Straßenbauamts noch das Amt des "obersten Straßenkehrers". Und zu guter Letzt kam noch der Schulbereich mit 3 500 Pädagogen hinzu. "Mit Ihnen verabschieden wir eine zuverlässige, sachliche und aufrichtige Führungskraft", sagte Heinz Eininger und wünschte dem Ruheständler "alles Gute und noch viele Jahre voller Gesundheit und Tatendrang."

Dem Dank des Landrats schloss sich auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Gerhard Schneider namens des Kreisparlaments an. Auch er ging auf Fausers Werdegang ein und lobte seine Geradlinigkeit und seine hohe fachliche Kompetenz.

Kurt Fauser warf in seiner Erwiderung einen Blick zurück und verglich die Verwaltung mit heute: "Es ist vieles besser geworden." Aber: "Trotz aller Fortschritte sind die Menschen nicht zufriedener."