Lokales

Konstituierende Sitzung

Im 30. Jahr ihres Bestehens traf sich jüngst der Gemeinsame Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Weilheim im umgebauten Rathaus der Gemeinde Neidlingen zu seiner 48. Sitzung.

RUDOLF STÄBLER

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NEIDLINGEN Nach der Begrüßung von Hausherrn Bürgermeister Rolf Kammerlander verabschiedete der Vorsitzende Weilheims Bürgermeister Hermann Bauer die ausscheidenden Mitglieder aus dem 28 Personen umfassenden Gremium. Bauer bedankte sich bei den Ausscheidenden für ihre sachliche und kooperative Zusammenarbeit. Die neuen Mitglieder des gemeinsamen Ausschusses begrüßte der Vorsitzende und wies nochmals auf ihre Verpflichtung im Ehrenamt hin.

Nach den Kommunalwahlen waren auch die Stellvertreter des Vorsitzenden neu zu wählen. Weilheims Bürgermeister Bauer ist als Schultes der erfüllenden Gemeinde Kraft Gesetzes automatisch der Vorsitzende der Verwaltungsgemeinschaft. Seine Stellvertreter waren bisher der Bissinger Bürgermeister Wolfgang Kümmerle und sein Ohmdener Kollege Manfred Merkle. Beide wurden vom Gremium einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Zunächst galt es für das neu installierte Gremium sich mit dem Flächennutzungsplan der Verwaltungsgemeinschaft zu befassen. Gleich zwei Änderungen standen an und wurden auch gemäß dem Verwaltungsvorschlag einstimmig angenommen. Von der fünften Änderung sind die Teilbereiche Wohngebiet Ringstraße in Holzmaden und Sondergebiet Einzelhandel an der Kirchheimer Straße in Weilheim bereits genehmigt. Wegen Bedenken und Forderungen des Verbandes Region Stuttgart diese verursachten bei den Sitzungsteilnehmern einhelliges Kopfschütteln waren bezüglich der Ausweisung einer Fläche für eine Kleingarten- und Kleintierzuchtanlage auf Gemarkung Bissingen zusätzliche Standortprüfungen und die Aufstellung eines Bebauungsplanentwurfes notwendig. Die Gemeinde Bissingen konnte aber den Verband Region Stuttgart davon überzeugen, dass der gewählte Standort im Gewann Täle/Kobel der geeignetste für die geplante Nutzung sei. Gewisse Einschränkungen mussten allerdings doch akzeptiert werden. So ist die ausgewiesene Fläche geschrumpft.

Verzichtet werden musste auch auf die Ausweisung einer Baufläche für einen landwirtschaftlichen Gemeinschaftsschuppen. Versprochen wurde auch noch die intensive Eingrünung der Anlage.

Die zweite Änderung des Flächennutzungsplanes der Raumschaft befasste sich mit einem Antrag der Gemeinde Holzmaden. Von dort wurde der Antrag zur Ausweisung eines Sondergebietes mit der Nutzungsfestlegung "Steinbruch" neben einem bereits bestehenden Schieferbruch gestellt. Der Steinbruch soll sowohl den Abbau von Schiefer für die Firma Gotthilf Fischer sichern als auch Material für die beiden Museen Urweltmuseum Hauff und Verein Urweltsteinbruch. Die Gemeinde Holzmaden sieht durch diesen Schieferbruch die Entwicklungsmöglichkeit des Gewerbegebietes an der Zeller Straße nicht beeinträchtigt.