Lokales

"Kooperationen bereits heute"

Die Frage der Kooperationen zwischen den Kreiskrankenhäusern und den Städtischen Kliniken Esslingen stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses Krankenhaus. Landrat Heinz Eininger verwies dabei auf die künftigen Geschäftsführer der beiden Kliniken, die die Leistungsangebote aufeinander abstimmen und dann berichten sollen.

RICHARD UMSTADT

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ESSLINGEN Die CDU-Kreistagsfraktion wollte in einem ihrer Haushaltsanträge von der Kreisverwaltung wissen, welche weiteren Schritte möglich seien, um die Kooperationen zwischen den Kreiskrankenhäusern und den Städtischen Kliniken Esslingen zu vertiefen, "damit künftig solche Auseinandersetzungen vermieden werden"? Damit sprach die CDU den heftigen Disput zwischen den Krankenhausträgern und dem Landkreis einerseits und den Esslinger Kliniken andererseits an, im Zusammenhang mit der Grundsatzentscheidung, in Kirchheim einen Linksherzkathetermessplatz einzurichten. Esslingens OB Zieger und sein Finanzbürgermeister Schiebel hatten die Entscheidung, in Kirchheim einen Linksherzkathetermessplatz einzurichten, als wirtschaftlich unsinnig und medizinisch nicht notwendig erachtet und dabei auch auf die kritische Haltung der Krankenkassen gegenüber dem neuen medizinischen Großgerät hingewiesen. Der Hintergrund dieser kritischen Äußerungen dürfte folgender sein: Die Städtischen Kliniken Esslingen erhalten bis Jahresende einen zweiten Linksherzkathetermessplatz und im Krankenhaus Ruit wird in Kooperation mit einem niedergelassenen Arzt ebenfalls ein solcher Messplatz eingerichtet. Die Krankenkassen befürchten eine Erhöhung der Fallzahlen und damit der Kosten.

Ähnlich wie die Christdemokraten sprachen auch die Liberalen das Thema Kooperation an. Sie beantragten eine Marktanalyse zur mittel- und langfristigen Bedarfs- und Zukunftsplanung der Kreiskrankenhäuser unter Berücksichtigung möglicher Kooperationen mit den Städtischen Kliniken Esslingen und den Krankenhäusern in benachbarten Kreisen.

In der Verwaltungsstellungnahme zu beiden Anträgen verwies Landrat Heinz Eininger auf die Arbeitsaufnahme der neuen Geschäftsführer. Sowohl bei den Esslinger Kliniken als auch den Kreiskliniken werden die Positionen der Geschäftsführer zum 1. Januar 2006 neu besetzt. "Es wird deren Aufgabe sein, die bestehenden Kontakte mit den Städtischen Kliniken Esslingen zu vertiefen, die Leistungsangebote aufeinander abzustimmen und dazu Konzepte zu entwickeln," sagte der Landrat.

Die Kreiskliniken sehen sich in allen Fachabteilungen und Disziplinen, die sie selbst anbieten, als gleichwertig mit den Städtischen Kliniken Esslingen, heißt es in der Stellungnahme weiter. "Selbstverständlich erfolgt die Weiterleitung von Patienten für exklusive Angebote der Städtischen Kliniken. "In einer Reihe von Feldern wird heute schon gut zusammengearbeitet", sagte Heinz Eininger. Welche dies sind, will der Landrat für den Betriebsausschuss aufschlüsseln lassen. Auf Nachfrage des Kirchheimer Kreisrats Bernd Most, FDP, sagte Landrat Eininger einen Kooperationsbericht des neuen Geschäftsführers der Kreiskliniken im laufenden ersten Halbjahr 2006 zu.