Lokales

Kooperationen fürs Leben

Landkreis vergab Hauptschulpreis an fünf Schulen

Nach dem Thema Demografie und überalterte Gesellschaft war in jüngster Kreistagssitzung die Bühne frei für die Jugend. Landrat Heinz Eininger zeichnete mit dem diesjährigen Hauptschulpreis fünf Schulen für gelungene Kooperationen mit außerschulischen Partnern aus.

richard umstadt

Owen. „Alle Arbeiten zeigen ein hohes Niveau und alle Projekte überzeugen“, lobte der Landrat. Die Hauptschulen zeigen auf beeindruckende Weise, dass sie ein wichtiger Bestandteil des Bildungssystems sind. An den Kreistag appellierte er: „Wir sollten dazu beitragen, die Hauptschule nicht mehr länger schlechtzumachen.“ Niemand solle glauben, dass es reiche, „ein anderes Türschild anzubringen, und die Probleme seien gelöst“, machte sich Heinz Eininger für die Hauptschule stark.

Von 49 Hauptschulen im Kreis hatten sich zwölf beteiligt. Davon wiederum hatte die Jury fünf als preiswürdig ausgewählt. Insgesamt hatte der Landkreis ein Preisgeld von 2 400 Euro ausgelobt. Das meiste davon, nämlich 800 Euro, heimste die ­Neckartailfinger Liebenauschule ein. Die Schülerinnen und Schüler der achten Klasse gewannen den ersten Preis mit ihrem Projekt „Kunst im Gespräch“, wobei sie in Kooperation mit der Gemeinde und der Kunstschule Filderstadt das Rathaus zum Chinarestaurant umgestalteten.

„Für andere etwas tun – selbst etwas lernen – Verantwortung übernehmen“ lautete das Motto der Grund- und Hauptschule Neuffen, die den zweiten Preis und einen Scheck über 600 Euro mit nach Hause nahm. An dem Projekt nehmen Siebt- bis Neuntklässler teil, wobei sie sich in der Regel pro Woche ein bis zwei Stunden ehrenamtlich in Kindergärten, bei der Seniorenbetreuung, in der Stadtbücherei, aber auch in Vereinen, engagieren.

Für die Umgestaltung des großen Pausenhofs gemeinsam mit außerschulischen Partnern erhielt die Wielandschule Sielmingen den dritten Preis. Die große, unbeschattete Asphaltfläche verwandelten die Schüler der Klasse acht in einen attraktiven Aufenthaltsort mit Bewegungs- und Lernmöglichkeiten. Das Preisgeld von 400 Euro war ihnen sicher.

Ein Zentrum innerhalb der Schule kreierten Schüler der Esslinger Herderschule und nannten es „InZel“. Es bildet innerhalb der Schule die kommunikative Drehscheibe für Bildungs- und Freizeitangebote mit Brett- und Geschicklichkeitsspielen, Tischkicker und Darts. Sie erhielten für „InZel“ den vierten Preis und einen Scheck in Höhe von 300 Euro.

Und einen weiteren vierten Preis vergab die Jury. Die Schule im Park in Ostfildern richtete in Kooperation mit der Firma BOS und Jugendbegleitern ein Jobcafé ein – sozusagen ein BiZ in Kleinformat, das sehr stark von den Schülern genutzt wird, um Informationen über Berufe zu erhalten. Darüber hinaus simulierten die Klassen acht und neun in einem dreitägigen Seminar und in Kooperation mit außerschulischen Partnern den Arbeitsprozess einer Firma – für die Schüler eine sehr wichtige Erfahrung und intensive Vorbereitung auf das Berufsleben.

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