Lokales

Kostenanstieg eingedämmt

In energiesparende Heizsysteme zu investieren trägt Früchte. Das zeigt einmal mehr der Energiebericht 2005 der Stadt Weilheim. Bei der Wärmeversorgung sank der Verbrauch gegenüber dem Jahr 2003 um zwölf Prozent.

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM Das Bildungszentrum Wühle ist ein Paradebeispiel: Eine komplett erneuerte Wärmedämmung auf großen Teilen der Schule und der Einbau einer neuen Gasheizung im Jahr 2004 sorgten dafür, dass der Energieverbrauch im vergangenen Jahr um 32 Prozent niedriger lag als 2003. In 17 Jahren sollen sich die Investitionskosten in Höhe von 230 000 Euro amortisiert haben.

Dass sich der Mehraufwand für Geothermie bei größeren Gebäuden nach wenigen Jahren auch in klingender Münze bezahlt macht, zeigt der Vergleich des im Jahr 2002 eingeweihten Kindergartens Bahnhofstraße mit dem den Kinderschuhen längst entwachsenen Kindergarten Lerchenstraße: Wurden in dem modernen Gebäude im Jahr 2005 für die Wärmegewinnung lediglich gut 20 000 Kilowattstunden benötigt, so waren es im Kindergarten Lerchenstraße mehr als 183 000 Kilowattstunden.

Noch in diesem Jahr soll die Heizung im historischen Weilheimer Rathaus erneuert werden, der Kindergarten Egelsberg wird im Herbst an die öffentliche Gasversorgung angeschlossen. 2007 stehen die Gemeindehalle Hepsisau sowie das Rathaus des Stadtteils auf der Agenda. Kindergarten Lerchenstraße und Feuerwehrmagazin bekommen voraussichtlich im Jahr 2008 neue Heizungen, die Limburg-Grundschule ein Jahr später.

Zeigt der Verbrauch bei der Wärmeversorgung in Weilheim mit zwölf Prozent gegenüber dem Jahr 2003 deutlich nach unten, so wurde für öffentliche Einrichtungen 4,7 Prozent mehr Lichtstrom benötigt, für Straßenbeleuchtungen sogar 6,3 Prozent. Grund ist die Erschließung neuer Baugebiete.

Alles in allem sank der Energieverbrauch in der Limburgstadt seit 1999 um 17,6 Prozent, doch fressen die steigenden Preise die Einsparungen auf. Für die Wärmeversorgung musste Weilheim im vergangenen Jahr 54 Prozent mehr ausgeben als noch im Jahr 1999, für Lichtstrom in öffentlichen Einrichtungen 33 Prozent und für die Straßenbeleuchtung wiederum 54 Prozent. Alles in allem gab die Stadt für die Energieversorgung im vergangenen Jahr 394 000 Euro aus. Sechs Jahre zuvor waren es noch 266 000 Euro.

Um künftig mit noch weniger Energie auszukommen, soll unter anderem in die Wärmedämmung bei städtischen Gebäuden investiert werden. Wo wirtschaftlich sinnvoll, ist außerdem an den Einbau von Energiesparelementen gedacht. Der Gemeinderat bekräftigte die Haltung der Stadt und beschloss, den Bericht in zwei Jahren fortzuschreiben. "Vielleicht ist es auch lohnenswert, bei Heizungen mal an Pellets oder Hackschnitzel zu denken", regte Stadtrat Joachim Naasz an. Petra Leusing betonte: "Wir müssen auch den Nutzern klar machen, dass es sich lohnt, das Licht auszumachen."