Lokales

Kraftakt steht bevor

Zur ersten gemeinsamen Dienstbesprechung nach der Verwaltungsreform hat der Leiter der unteren Forstbehörde im Esslinger Landratsamt, Forstdirektor Walter Wiedmann, dieser Tage seine gesamte Förstermannschaft, zu der auch eine Försterin gehört, einberufen.

KREIS ESSLINGEN Mit der Eingliederung der Forstämter durch die Verwaltungsreform in das Landratsamt wurden die bislang unabhängigen Staatlichen Forstämter Kirchheim, Nürtingen und Esslingen zu Beginn dieses Jahres zu einer gemeinsamen Kreisforstbehörde zusammengefasst.

Anzeige

Insgesamt kümmern sich jetzt 24 Forstbeamte des gehobenen Dienstes, drei Beamte des höheren Dienstes, acht Angestellte und 45 Waldarbeiter um die fast 20 000 Hektar Wald im Kreis.

Durch die Verwaltungsreform hat sich auch der Zuschnitt einiger Reviere geändert. Weil die Forstamts- und Reviergrenzen identisch mit der Landkreisgrenze wurden, kamen der Stadtwald Ostfildern, der Gemeindewald Aichtal und der Gemeindewald Aichwald noch zu der neuen Forstbehörde dazu.

Nach den Vorgaben der Landesregierung für die Verwaltungsreform muss bei den Beamten und Angestellten in den nächsten sieben Jahren 20 Prozent des Personals abgebaut werden. "Das wird ein Kraftakt werden, vor allem für die Revierleiter, weil sich die von ihnen zu betreuende Fläche deutlich erhöhen wird," räumt Kreisforstamtsleiter Walter Wiedmann ein.

Im Laufe des Jahres steht den drei ehemaligen Forstämtern ein Umzug ins Haus. Sobald die vorgesehenen Räumlichkeiten in Kirchheim frei geworden sind, werden die jetzingen drei Dienststellen dann auch räumlich zu einer Zentrale zusammengelegt.

"Jetzt heißt es, sich in der Forstbehörde neu zu formieren, in die Strukturen des Landratsamts zu integrieren, die Kräfte zu bündeln und die Arbeitsabläufe zu optimieren," betont Amtsleiter Wiedmann. Eher skeptisch beurteilt Wiedmann allerdings die Chancen zum geplanten Aufgabenabbau.