Lokales

Kranführer aus großer Höhe gerettet

Die Rettung eines Kranführers aus einer Höhe von 32 Metern war die Übungsannahme für die DRK-Bergwacht Lenninger Tal am Freitag in Dettingen. Zu den Aufgaben der Bergwacht gehört neben vielem anderen auch die Rettung verletzter Personen von Kranen, Fernmeldetürmen, Gittermasten und hohen Industriebauten oder auch die Baumrettung verunglückter Gleitschirm- und Drachenflieger.

WALTER WANNER

Anzeige

DETTINGEN Wo die Drehleitern der Feuerwehren aufgrund ihrer Ausladung und Höhe nicht ausreichen oder aus Platzgründen und wegen der jeweiligen Bodenverhältnisse nicht aufgestellt werden können, kommt die Bergwacht zum Einsatz.

Die Übungsannahme lautete, dass ein Kranführer im Kranturm am Bau der Verbundschule auf dem Schul- und Sportgelände beim Hallenbad in Dettingen plötzlich über Schmerzen in der Brust klagt. Da es ihm sehr schlecht geht, so wurde weiter angenommen, konnte er nicht mehr aus eigener Kraft vom Kran absteigen.

Der sofort alarmierte Rettungsdienst und der Notarzt können vom Boden aus wenig ausrichten, und ein Aufstieg zum Patienten ist zu gefährlich. Die Bergwacht wird daher ebenfalls alarmiert. Erfahrene Höhenretter machen sich dann unter dem Kommando von Bereitschaftsleiter Hans-Dieter Layh unverzüglich an den Aufstieg zu dem Kranführer.

Bei Höhenrettungseinsätzen steht zunächst nicht die optimale medizinische Versorgung im Vordergrund, vielmehr muss zunächst darauf geachtet werden, dass der Patient überhaupt erreicht und vor dem drohenden Absturz in die Tiefe gesichert wird. Der Kranführer, gemimt vom stellvertretenden Bereitschaftsleiter Wilfried Besemer, wird auf dem Kran daher zunächst erstversorgt, entsprechend gesichert und dann abgeseilt, um ihn anschließend dem Rettungsdienst zu übergeben.

Das abgesteckte Ziel dieser Übung am Lenninger Hallenbad, die Rettungstechniken zu trainieren und zu optimieren, wurde dabei zweifellos erreicht. Es zeigte sich, dass die Bergwachtbereitschaft Lenninger Tal für solche Notfälle gerüstet ist.