Lokales

Kreisel wird gebaut

Der Bau des Kreisels in der Hattenhofener Straße wird nach dem mehrheitlichen Beschluss des Schlierbacher Gemeinderats jetzt ausgeschrieben. Fünf Gemeinderäte stimmten dagegen. Sie verlangten eine detaillierte Kostenrechnung der 290 000 Euro teuren Maßnahmen. Die konnte ihnen Bürgermeister Paul Schmid jedoch nicht geben.

SCHLIERBACH Die Kosten sind durchgerechnet und die Finanzierung sichergestellt, stellte Schmid fest. Doch so einfach wollten einzelne Gemeinderäte das größte Bauvorhaben im kommenden Jahr, den Bau eines Kreisverkehrs in der Hattenhofer Straße, nicht abnicken. 290 000 Euro sind dafür im Haushaltsplan vorgesehen, wovon rund 30 000 Euro Zuschüsse sind. "Wir haben es beschlossen und stehen auch dazu, aber das ist ein sauberer Betrag", eröffnete Kurt Moll (CDU) die Diskussion und wünschte sich eine genauere Aufstellung der Kosten. "Hier wird nur mit einer Zahl geschafft, der wir zustimmen sollen", monierte Marco Emmert (CDU). Ein Gemeinderat müsse im Sinne der Sorgfaltspflicht und zum Wohl der Bürger die Kosten hinterfragen. Den kompletten Ausschreibungstext dürfe er nicht herausgeben, wehrte sich Schmid gegen die Kritik. Da er im Ruf stehe, sparsam zu sein, könne das Gremium davon ausgehen, dass "ich die Kosten fünf Mal hinterfrage, bevor ich damit in das Gremium hineingehe". Der Gemeinderat habe sich für einen Kreisel mit fünf Anschlüssen entschieden: "Das vergünstigt das Ganze nicht", sagte Schmid. Bei der anschließenden Abstimmung stimmte das Gremium mit acht zu fünf auf Grundlage des Beschlussantrags der Verwaltung für die Baumaßnahme.

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Ob es notwendig ist, die Baustelle komplett zu sperren, wie der Planer vorschlägt, daran zweifeln sowohl Verwaltung als auch Gemeinderat. Dadurch ließe sich das Bauvorhaben zügiger abschließen, und es könnten Kosten bei der Verkehrssicherung eingespart werden, meint der Planer. Schmid hingegen sieht einen beträchtlichen Aufwand auf die Gemeinde zu kommen: Aus Richtung Ohmden und Hattenhofen sowie an der Ebersbacher Straße müssten bei einer Vollsperrung Schilder aufgestellt werden. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Maßnahme dadurch günstiger wird", so Schmid. Moll verwies auf das Beispiel Ohmden, wo die Straße wechselseitig gesperrt wurde, was gut funktioniert habe.

bm