Lokales

Kriminalitäts- und Suchtprävention

Future for all, ein Projekt zur Kriminalitäts- und Suchtprävention hat inzwischen einen besonderen Beliebtheitsgrad im Landkreis Esslingen. Das Projekt läuft dank Unterstützung durch die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen bundesweit einmalig und wurde bereits zweimal prämiert. Auch 2004 haben sich über 50 Schulen für mehr als 160 Schultage Prävention und Elternabende angemeldet.

KREIS ESSLINGEN Die Untersuchung des Instituts für Therapieforschung (IFT) München bestätigt die positive Wirkung dieses Präventionsansatzes. Future for all wird durchgeführt von ehemaligen Drogenabhängigen, die für dieses Projekt in Theaterpädagogik ausgebildet sind und mit Supervision durch die Wilde Bühne begleitet werden.

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Das Projekt zieht durch die Teilnehmer weitere Kreise. Sie reden über das Projekt mit Schulkameraden und Freunden, schreiben an die Referenten, welche Gedanken und Auseindersetzungen das Projekt bei ihnen ausgelöst hat und wie wichtig ihnen die Begegnung war. Eltern diskutieren bei den Elternabenden und sprechen offen über persönliche Erfahrungen, Ängste und Fragen.

Im Projekt Zeitung in der Schule schreiben Schüler über ihre Erfahrungen in diesem Projekt, berichten über Interviews mit den ehemaligen Drogenabhängigen und mit Suchtberatern der Jugend- und Drogenberatung. Viele Schulen bauen dieses Projekt in ihre Suchtpräventionswochen ein. Das Projekt richtet sich an die siebten Klassen aller Schularten und geht über fünf Schulstunden. Die Schüler setzen sich mit der Lebensgeschichte der beiden ehemaligen Drogenabhängigen auseinander, die als Referenten schulischer Suchtvorbeugung in die Klasse kommen.

Bei gemeinsamen theaterpädagogischen Übungen werden Selbstvertrauen und Selbstwahrnehmung gefördert. In Rollenspielen arbeiten die Schüler an alltäglichen Situationen, in der Schule, im Elternhaus und in der Clique, die sie belasten und für sie oftmals schwierig zu bewältigen sind. Neue Verhaltensweisen und Alternativen zu bisherigen Reaktionsmustern werden erprobt. Die Schüler können ihre Fragen zu Kriminalität, Sucht und Drogen, ihre Erfahrungen und Einstellungen einbringen. Oftmals greifen Lehrer Themen aus diesen Auseinandersetzungen während des Projektes auf und arbeiten daran weiter, zum Teil mit Unterstützung der Polizei, Jugendgerichtshilfe, Suchtberatung und Jugend- und Drogenberatung. Das Projekt wurde 1999 in Zusammenarbeit von Polizeidirektion Esslingen, Wilde Bühne und Landratsamt Esslingen entwickelt und ist das meist nachgefragte Projekt im Kreis.

Interessierte wenden sich für weitere Fragen oder zur Anmeldung an das Landratsamt Esslingen, Beauftragte für Suchtprophylaxe, Telefon 07 11/39 02-25 71, E-Mail: Kloes.Elke@Landkreis-Esslingen.de

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