Lokales

Kritik an Kandidatur von Farouk Hosny

Brief von Uschi Eid und Michael Hennrich soll neuen Generalsekretär verhindern

Die Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Nürtingen, Dr. Uschi Eid (Die Grünen) und Michael Hennrich (CDU), kritisieren in einem Brief an den Außenminister die Kandidatur des ägyptischen Kulturministers Dr. Farouk Hosny für das Amt des Generalsekretärs der UNESCO.

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Nürtingen/Berlin. Dr. Uschi Eid und Michael Hennrich schreiben in ihrer Funktion als Vorsitzende und stellvertretender Vorsitzender der Deutsch-Ägyptischen Parlamentariergruppe des Bundestages. In ihrem Brief an Außenminister Frank-Walter Steinmeier heißt es: „Der ägyptische Kulturminister Herr Dr. Farouk Hosny hatte bereits 2008 – Presseberichten zufolge – erklärt, in ägyptischen Bibliotheken befindliche israelische Bücher verbrennen zu wollen. In meiner Funktion als Vorsitzende der Deutsch-Ägyptischen Parlamentariergruppe habe ich bei einem gemeinsamen Treffen am 5. Juni 2008 dem damaligen Botschafter, S.E. Herrn Mohamed Abdelhay M. El Orabi, die Bedenken der Abgeordneten hinsichtlich dieser Äußerungen des ägyptischen Kulturministers vorgetragen. Da bereits bekannt war, dass Herr Dr. Hosny beabsichtigte, als Generalsekretär der UNESCO zu kandidieren, teilte ich dem Botschafter außerdem mit, dass die Parlamentariergruppe der Bundesregierung nicht empfehlen könne, die Kandidatur von Dr. Farouk Hosny zu unterstützen, sofern diese Äußerungen zuträfen und nicht zurückgenommen würden.

Der Botschafter ließ der Parlamentariergruppe eine Stellungnahme des ägyptischen Kulturministers zukommen, die unsere Bedenken nicht ausräumte.

Da Dr. Farouk Hosny seine Kandidatur aufrecht erhält und die Frist für die Kandidatur am 31. Mai abläuft, möchte ich Sie im Auftrag der Parlamentariergruppe bitten, sorgfältig zu prüfen, ob die Bundesregierung diese Kandidatur guten Gewissens unterstützen kann und ihr Erkenntnisse vorliegen, die unzweifelhaft für die Qualifikation von Dr. Farouk Hosny sprechen.“ pm