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Kuch als DettingerGlücksbringer?

Die Spannung steigt in der Kreisliga A2. Die SF Dettingen träumen vom Aufstieg in die Bezirksliga. Am kommenden Sonntag gastiert der TSV Weilheim zum Kräftemessen der Lokalvertreter beim Tabellenzweiten. Für die Teckregion wäre es ein Prestigegewinn, wenn beiden Teams der Sprung nach oben gelänge.

EBERHARD EINSELEN

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KIRCHHEIM Seit 13 Jahren schon träumen die SF Dettingen von der Rückkehr in die Bezirksliga. Ex-Abteilungsleiter Günter Sigel hat in den Annalen gegraben: Der letzte Aufstieg als Meister gelang am 5. Juni 1988. Damals erzielte Peter Kuch gegen den TSV Schopfloch vor 500 Zuschauern in der Schlussminute das 3:2-Siegtor. Bereits ein Jahr später mussten die Dettinger allerdings bereits wieder absteigen, bevor sie in der Saison 1993/94 als Vizemeister der Kreisliga A erneut ein einjähriges Gastspiel in der Bezirksliga gaben.

Am Sonntag steht Peter Kuch (54) als Trainer des TSV Weilheim auf der Gegenseite und könnte den Dettingern ungewollt wieder Glück bringen. Die Sportfreunde haben alle Trümpfe in der Hand. Nach fünf Siegen leistete sich der Tabellenzweite am vergangenen Sonntag mit dem 1:1 bei der Spv 05 Nürtingen allerdings einen Ausrutscher. Dettingens Co-Trainer Erhard Reinhofer: "Vielleicht haben wir den Gegner einfach unterschätzt." Gegen Weilheim soll dies nicht passieren. "Da ist die Mannschaft mit Sicherheit voll motiviert." Zudem wird Dettingens Torjäger Jens Starkert nach seiner Verletzung wieder mit dabei sein.

Das Team von der Limburg wird derzeit vom Tandem Uwe Heth und Peter Kuch trainiert. Der einstige VfB-Jugendcoach Heth stellt jedoch klar: "Der Verein weiß, dass dies keine Dauerlösung ist. Peter und ich sind beide stark im Jugendbereich engagiert." Vom Aufstieg spricht beim TSV Weilheim derzeit noch niemand. Uwe Heth: "Wir haben zehn Punkte Rückstand auf die Tabellenspitze. Das ist zurzeit kein Thema." Dies kann sich freilich schnell ändern. Sollte Weilheim am Sonntag in Dettingen und eine Woche später auch im Nachholspiel beim aktuellen Tabellenführer TSV Grafenberg gewinnen, wäre wieder alles möglich.

Aufwärts ging es in den vergangenen Wochen beim TV Neidlingen. Pressesprecher Christopher Andrä vor der Partie gegen Spitzenreiter TSV Grafenberg: "Wir haben unser Pflichtprogramm erfüllt und gegen die hinteren Mannschaften gewonnen. Jetzt wollen wir auch gegen den Tabellenführer etwas holen." Nur mit Grausen erinnert sich der Funktionär allerdings an das Spiel in der Vorrunde. Da verloren die Neidlinger auf der Sportanlage Buckenwiesen mit 0:7.

Uwe Schulz, Trainer des TSV Ohmden, freut sich riesig über die starken Leistungen seiner Jungs: "Es läuft bisher fast sensationell gut." Zuletzt gewann der Neuling überraschend mit 1:0 in Grafenberg. Trotzdem tritt Schulz die Euphoriebremse: "Unser Saisonziel ist nach wie vor der Klassenerhalt." Bei drei Direktabsteigern ist er überzeugt, dass 30 Punkte am Ende nicht reichen werden. Der TSV Notzingen II gastiert am Sonntag im Ohmdener Bergwald. Von Verletzungspech blieben die Ohmdener bisher weitgehend verschont. Der AC Catania Kirchheim liegt bei sechs Siegen und fünf Niederlagen bisher immer noch im Plus. Mit einem Heimsieg gegen die stark abstiegsgefährdete Spv 05 Nürtingen könnten die schwäbischen Italiener ihre gute Position im Mittelfeld weiter festigen.

Raus aus dem Tabellenkeller will auch der TSV Oberlenningen noch vor der Winterpause. Am Sonntag gastiert die Elf vom Wielandstein beim unbequemen TSV Harthausen. Beim Tabellendritten ist die Mannschaft von Trainer Mario Sinko klarer Außenseiter. Doch wenn es um den Klassenerhalt geht, das weiß auch Sinko, müssen gelegentlich auch schwierige Aufgaben gemeistert werden. In den beiden Spielen TB Neckarhausen gegen den TSV Altdorf und TSV Oberboihingen gegen den FC Frickenhausen II gelten die Gastgeber jeweils als Favorit.