Lokales

Künftig mehr Platz für Fußgänger

Nach der Sanierung des historischen Rathauses und der Aufwertung der Lindach wird Weilheims "gute Stube" noch in einer anderen Ecke aufgemöbelt: Der Belag der Brunnenstraße wird erneuert, der Gehweg teilweise ausgebaut.

ANKE KIRSAMMER

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WEILHEIM Bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung sprach sich das Ratsgremium in jüngster Sitzung für den Vorschlag der Verwaltung aus. Vorgesehen ist, den schmalen Bürgersteig vor dem Gasthof Post beziehungsweise der Kreissparkasse um 1,30 Meter zu verbreitern. Die Straßenbreite wird in diesem Abschnitt von 8,30 auf sieben Meter zurückgenommen. Die Parkplätze entlang der Kirchenmauer sollen unverändert bleiben. Mit dem Straßenbauamt sei die Situation bei zwei Terminen durchgesprochen worden, so Bürgermeister Hermann Bauer. Es bestünden keine Einwände. "Wir geben den Fußgängern was dazu, nehmen den Autofahrern aber nix weg", betonte er. Im Bereich der Bushaltestellen wird der kaputte Kandel durch einen flachen Bordstein aus Granit ersetzt. Gleichzeitig wird auch hier die Straße verschmälert und das Grünbeet zu den Haltestellen üppiger, um die Übersicht für die Verkehrsteilnehmer zu verbessern, die von der Kirchheimer Straße in die Brunnenstraße einbiegen.

Die Abmessungen in der restlichen Brunnenstraße sollen die gleichen bleiben wie bisher. Dort hat die Fahrbahn eine Breite von sieben Metern. Der Gehweg an der Westseite ist 1,50 Meter breit, der Gehweg an der Ostseite ist teilweise etwas schmaler.

Der Stein war ins Rollen gekommen durch den Beschluss des Landkreises, die Ortsdurchfahrt zu sanieren und die Kosten dafür zu übernehmen. Umbau und Verbreiterung des Gehwegs bezahlt hingegen die Stadt. Hermann Bauer rechnet dafür mit Kosten von maximal 10 000 Euro.

Auf Anfrage von Stadtrat Rainer Bauer erklärte der Rathauschef, der spätere Umbau des Busbahnhofs werde durch das jetzige Vorhaben nicht tangiert. Martina Herrlinger zog ihren Antrag zurück. Sie wollte ursprünglich in einem Aufwasch mit den Bauarbeiten Angebotsstreifen für Radler aufbringen lassen. Das Thema soll aber konzeptionell für das ganze Stadtgebiet angegangen werden. Hans-Peter Sindlinger warnte indes gerade im Hinblick auf Radfahrer vor einem Verschmälern der Fahrbahn. "Lastwagen und Autos werden doch immer breiter", lautete sein Argument. Dagegen begrüßte Gerda Schrägle, dass den Fußgängern mit der Lösung Vorrang eingeräumt werde. Die Bauarbeiten sollen in den Somerferien über die Bühne gehen, weil in dieser Zeit lediglich ein Drittel der Busse verkehrt.