Lokales

Kundenzufriedenheit im Vordergrund

Der Arbeitskreis „Schule und Wirtschaft“ will sich direkt an den Nahtstellen austauschen

Das Jahresprogramm des IHK-Arbeitskreises „Schule und Wirtschaft“ steht in diesem Jahr unter dem Motto: „Moderne Technik - zeitgemäßer Handel“. Durch Firmenbesuche soll dem Arbeitskreis Gelegenheit gegeben werden, sich zu informieren. So war am gestrigen Tag die Firma Lidl Vertriebs GmbH & Co. KG in Kirchheim Treffpunkt.

Rudolf Stäbler

Kirchheim. Der Besuch dieses Unternehmens stand dabei unter dem Motto: „Discounter Lidl - Mitten im Markt“. Erkennt man die Größe eines Unternehmens an der Höhe des Umsatzes, an der Anzahl der Mitarbeiter oder am Aufwand, der betrieben wird, um den Kunden zufriedenzustellen. Lidl-Geschäftsführer Olaf Pfennigsdorf hatte hierzu die Antwort parat: Entscheidend ist - wo positioniere ich mich am Markt und ferner präge die Kundenzufriedenheit das Handeln. Dazu braucht man „starke“ Mitarbeiter.

Olaf Pfenningsdorf stellte „seine“ Firma den Interessierten im Schulungsraum der Lidl Vertriebs GmbH vor und ging kurz auf die Geschichte des Unternehmens ein. Die erste Lidl-Filiale entstand im Jahr 1973 in Ludwigshafen. Bis zum Jahr 1979 bewegte sich die Firma lediglich in der Region Ludwigshafen, Mannheim und Heidelberg. Deutschlandweit bekannt wurde das Unternehmen erst in den 80er-Jahren und 1990 begann die europaweite Expansion. Jetzt ist die Firma Lidl auch in 23 Europäischen Ländern vertreten. Insgesamt hat das Handelsunternehmen rund 3000 Filialen und beschäftigt rund 52 000 Mitarbeiter. Gerade diese Mitarbeiter sieht man in der Firma als Stützpfeiler. Allerdings haben die dann auch gewisse Voraussetzungen zu erfüllen, wobei die Freundlichkeit zum Kunden ganz an vorderster Stelle steht. Auch durch organisatorische Dinge versucht man ständig, die Kundenfreundlichkeit zu heben. Dazu gehört laut Pfennigsdorf auch die Wartezeit an der Kasse. „Mehr als drei Leute dürfen an einer Kasse nicht stehen“, lautet die Maxime. Selbstverständlich ist die Frische der Produkte und die ständige Verfügbarkeit des Warenangebots. Der Hauptsitz der Firma Lidl ist in Neckarsulm.

Vorgestellt wurde den Interessierten auch das Lager in Kirchheim. Man verfügt dort über 26 000 Quadratmeter Lagerfläche. Von Kirchheim aus werden nach erfolgter Erteilung 81 Filialen mit der notwendigen Ware beliefert. Der Arbeitskreis „Schule und Wirtschaft“ besteht seit über 30 Jahren, weiß der stellvertretende IHK-Geschäftsführer Helmut Zeeh. Es ist ein Zusammenschluss von Lehrern, Ausbildern und der Wirtschaft, um sich direkt an der Nahtstelle austauschen zu können. Es gilt im Arbeitskreis Kontakte zu knüpfen, um Praktikas und Betriebsbesuche für die künftigen Auszubildenden in die Wege zu leiten. „Das Thema Wirtschaft ragt immer stärker in die Schulen hinein“, betont Zeh. Und so sei es eine vordringliche Aufgabe der Industrie- und Handelskammer, die Schulen dahingehend zu unterstützen, bessere Kontakte zur Wirtschaft zu finden.

Zu solchen Informationsveranstaltungen gehen nach Auskunft des stellvertretenden IHK-Geschäftsführers rund 120 Einladungen hinaus. Darunter sind unter anderem auch Vertreter der Behindertenwerkstatt Linsenhofen, der Jugendarbeit Kirchheim, der Agentur für Arbeit sowie Vertreter von Arbeitgeberverbänden. Und jede Veranstaltung hat als primäres Ziel: den Blick hinter die Kulissen zu verschaffen.

Die Industrie- und Handelskammer, Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen, hat nach der gestrigen Auftaktveranstaltung bei Lidl in Kirchheim noch weitere vier Termine im diesjährigen „Angebot“. Darunter die Firmen TTS Tooltechnik Systems in Neidlingen, die Siemens AG in Kirchheim, die Weilheimer Firma Wilhelm Kächele GmbH Elastomertechnik und die IST Metz GmbH in Nürtingen. Hier sind wieder andere Themen vorgesehen. In Neidlingen geht es um das „Festool-Produktionssystem“. Bei Siemens stehen die Gießharztransformatoren als wirtschaftliche Alternative im Blickpunkt. „More than UV“ ist das Thema dagegen in Nürtingen.

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