Lokales

Kunstflug im Duett, elegante Oldtimer und mobile Vehikel

Traumhaftes Flugwetter und ein fesselndes Flug- und Ausstellungsprogramm lockten am vergangenen Sonntag mehrere tausend Zuschauer nach Grabenstetten zum diesjährigen Flugplatzfest.

GRABENSTETTEN Während am Samstagnachmittag mehrere schwere Gewitterschauer nur wenige Vorführungen zuließen, wurde den zahlreichen, flugbegeisterten Gästen am Sonntag ein abwechslungsreiches Programm geboten. Bei sommerlichen Temperaturen standen die Vorführungen unter dem bekannten Motto "Fly and Drive". Die Fallschirmspringer aus Bad Ditzenbach eröffneten um 13 Uhr das Programm, gefolgt von Armin Laudacher mit seiner Pitts, der zusammen mit einem Flugmodell eine faszinierende Verbandskunstflugvorführung bot.

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Anschließend startete der Schulgleiter SG 38 im Windenschlepp. Bei diesem Oldtimer aus den 20er-Jahren, mit stoffbespannten Tragflächen, sitzt der Pilot ohne Cockpit im Freien. Danach startete der Oldtimer- Fahrzeug-Korso über den Flugplatz. Der Motorsportclub Grabenstetten konnte über 80 Oldtimerfahrzeuge in seine Teilnehmerliste aufnehmen. Mit zwei RF 4-Motorseglern zeigten Eugen Kuhn und Peter Bölze einen beeindruckenden Verbandskunstflug. Ebenso beeindruckend war der Segelkunstflug von Stefan Weiss. Der Kohlberger flog Loopings und Turns lautlos, mit begeisternder Präzision.

Nach dem zweiten Absprung der schwäbischen Parachutisti und der zweiten Kunstflugvorführung von Armin Laudacher faszinierte die lautlose Eleganz der Oldtimer von der Fliegergruppe Wolf Hirth aus Kirchheim die Zuschauer. Die aus Holz gebaute, und mit Stoff bespannte 67 Jahre alte Minimoa wurde von einer Klemm 35, ebenfalls ein Veteran der Lüfte, von der Hahnweide nach Grabenstetten geschleppt.

Die zahlreichen Zuschauer nutzten während des Tages die Gelegenheit für ausgedehnte Rundflüge über die Schwäbische Alb. Zur Verfügung standen nicht nur die Motorflugzeuge, sondern auch ein Jet-Ranger-Hubschrauber und die Antonov AN 2, der größte Doppeldecker der Welt. Zu Gast in Grabenstetten war außerdem der Kunstflugtrainer YAK 52 und das Größte Segelflugzeug der Welt, die ETA, mit fast 31 Metern Spannweite.

Hansjörg und Christian Streifeneder von der Fliegergruppe Grabenstetten boten mit ihren beiden Piper Super Cub einen Verbandsflug der Superklasse, bevor Stefan Weiss mit der ASK 21 noch einmal zum Segelkunstflug startete. Gegen Abend zeigte Klaus Lenhart aus Kirchheim mit seiner Extra 300 sein spektakuläres Motorkunstflugprogramm. Den malerischen Abschluss bildete der Aufstieg von vier Heißluftballonen am Abendhimmel über Grabenstetten. Nach über sechs Stunden Programm äußerte sich Holger Giese, der Erste Vorsitzende der Fliegergruppe Grabenstetten, und Heinz Brujmann, der Veranstaltungsleiter sehr zufrieden über den Verlauf der Veranstaltung. Für das leibliche Wohl der Zuschauer sorgten die Vereinsmitglieder. Die kleinen Gäste zeigten sich vom Flugsimulator begeistert und konnten sich in der Hüpfburg austoben.

Bereits nächsten Samstag treffen die ersten Gäste für ein Schulungs- und Leistungsfluglager ein. Die Segelflieger von der Akaflieg Darmstadt wollen die Schwäbische Alb und ihre Sehenswürdigkeiten in den nächsten zwei Wochen aus der Luft und auch am Boden kennen lernen.

mh