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Kuriosum in Davos: Läufer übersieht Baum

DAVOS Mit Beteiligung von Ötlinger Lang- und Ultralangstreckenläufern fand in Davos der Swiss-Alpine-Marathon statt.

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Wie in den Vorjahren wurden mehrere Strecken angeboten anders als bisher endete aber jeder Lauf in Davos. Mit Jürgen Hahn und Harry Ziering nahmen zwei der erfahrendsten TSV-Ultralangstreckler die Königstrecke über 78,5 KIlometer und insgesamt 2320 Höhenmeter in Angriff, den ein Russe in sechs Stunden gewann. Hahn erreichte unter den 1087 Finishern als 789. und 374. der Klasse M 40 nach rund elf Stunden das Ziel. Ziering stürzte, erreichte trotz Verletzung das Ziel (11.40 Stunden) und wurde 181. der Klasse M 50.

Über die klassische Marathondistanz (42,2 Kilometer/1890 Höhenmeter) ging Sven Meyer an den Start. Derzeit hervorragend in Form, erreichte er nach 4.16 Stunden den 41. Gesamtplatz und Platz 24 in der Altersklasse M 30. Am 28-Kilometer-Lauf (970 Höhenmeter) mit 533 Finishern nahmen auch Constanze Martin und Thomas Mailänder vom Aktionskreis Behinderter teil. Zusammen in 4.08 Stunden kamen sie in Davos an. Im Halbmarathon über 21,1 Kilometer und 690 Höhenmeter traten mit Frieder Schilling, Anne Zacharias und Petra Gersch drei weitere Ötlinger Langstreckler an. Schilling schaffte dabei mit 1.54 Stunden Platz zehn in der M45-Klasse. Als Vierte knapp am Podest vorbei lief Zacharias (2.10 Stunden). Dies war der 19. Gesamtplatz bei den Frauen. Giersch, eher auf dem Rad zuhause, bezwang die Strecke in 2.39 Stunden.

In Davos waren alle Läufer auf der Königsstrecke an der 2632 Meter hoch gelegenen Keschhütte, bei Kilometer 50, von Ärzten erstmals auf ihren Gesundheitszustand untersucht und gegebenenfalls mit dem Helikopter abtransportiert worden. Der verantwortliche Rennarzt bilanzierte an dieser Schlüsselstelle drei Unterarmbrüche, 20 Infusionen für Dehydrierte und einen Läufer, der gegen einen Baum gerannt war.

ek