Lokales

KW-Schule erhält Energieausweis

Die Kirchheimer Konrad-Widerholt-Grundschule erhielt von der EnBW Regional AG einen der ersten, neuen Energieausweise in der Region. Er bescheinigt der Schule einen sparsamen Stromverbrauch von mehr als fünf Prozent unter dem Wert vergleichbarer Gebäude. Auch der Heizenergieverbrauch kann sich sehen lassen: Er liegt knapp unter dem Vergleichswert.

KIRCHHEIM "Der Energieausweis bestätigt, dass die Erneuerung des Flachdaches und der Heizung erfolgreich waren", freute sich Kirchheims Bürgermeister Günter Riemer über das positive Ergebnis. Der Energieausweis wird in der Schule für jedermann sichtbar ausgehängt. "Wir gehen mit gutem Beispiel voran und werden die Entwicklung der Verbräuche weiterhin regelmäßig beobachten und entsprechende Konsequenzen daraus ziehen", sagte Bürgermeister Riemer.

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Der Energieausweis wurde auf Basis der gemessenen Verbräuche für Strom und Heizung erstellt und gibt Auskunft darüber, wie diese im Vergleich zu anderen Gebäuden dieser Kategorie liegen. Eine Farbskala von grün bis rot zeigt auf einen Blick, ob der Energieverbrauch im Vergleichsrahmen liegt oder ob Handlungsbedarf für Energiesparmaßnahmen besteht.

"Das ist einer der ersten Ausweise dieser Art, den wir im EnBW-Regionalzentrum Alb-Neckar im Rahmen eines Pilotprojektes für ein kommunales Gebäude überreichen", sagte Rolf Klass, Kommunalbetreuer im Regionalzentrum und erinnerte daran, dass die EnBW mit ihren Energieberichten die Kommunen bereits seit vielen Jahren beim Energiecontrolling für öffentliche Gebäude unterstützt. "Damit schlagen die Kommunen gleich zwei Fliegen mit einer Klappe", betonte Rolf Klass und ergänzte: "Mit dem jährlichen Energiebericht betreiben die Kommunen ein effektives, nachhaltiges Energie- und Wassercontrolling und mit dem Energieausweis genügen sie heute schon der Aushangpflicht der neuen Energieeinsparverordnung für die nächsten zehn Jahre.

Grundlage für den Energieausweis ist die neue Energieeinsparverordnung EnEV, die noch diesen Herbst in Kraft tritt. Nach der EnEV sind Energieausweise für viele öffentliche Gebäude ab dem 1. Juli 2009 vorgeschrieben und müssen an gut sichtbarer Stelle ausgehängt werden. Dies betrifft Gebäude mit mehr als 1 000 Quadratmetern Nutzfläche, in denen Behörden und sonstige Einrichtungen für eine große Anzahl von Menschen öffentliche Dienstleistungen erbringen und die deshalb von diesen Menschen häufig aufgesucht werden.

Die Kommunen sollen hierbei ihrer Vorbildfunktion für den Bürger gerecht werden, denn auch für bestehende Wohngebäude soll der Energieausweis schrittweise ab Juli 2008 bei Verkauf, Vermietung oder Verpachtung vorgeschrieben werden beim Neubau ist er bereits seit Jahren Pflicht. "Bis zum Inkrafttreten des Gesetzes streben wir an, alle öffentlichen Gebäude mit dem Energieausweis ausgestattet zu haben", betont Bürgermeister Riemer.

pm