Lokales

Lachen ohne Ende

Stadtbücherei Weilheim sowie die beiden Buchhandlungen Lesen-Schreiben-Schenken Holl und Das Buch, Yvonne Peter, hatten dazu eingeladen, Bernd Kohlhepp alias Herrn Hämmerle in einer kabarettistischen Lesung live zu erleben.

WEILHEIM "Leut, die Sach isch so. . ." So heißt nicht nur das kürzlich erschienene Buch von Bernd Kohlhepp, sondern so beginnt auch jedes der 17 Kapitel mit den besten Glossen des Herrn Hämmerle. Seit 1997 verkörpert der schwäbische Kabarettist auf der Bühne und im Fernsehen die Figur des Herrn Hämmerle.

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Man darf aber nicht glauben, dass es nur eine Lesung im üblichen Sinn war. Zur Buchpremiere hatte sich Bernd Kohlhepp ein besonderes Konzept ausgedacht: Geschickt verknüpft er Textpassagen aus seinem Buch mit freien Anekdoten und Gesprächen mit dem Publikum. Ein Stichwort oder auch nur eine Geste beziehungsweise Mimik genügen ihm, um spontan witzige und geistreiche Bemerkungen zu machen.

Als er beispielsweise bemerkt, dass eine Zuschauerin von einem Scheinwerfer geblendet wird, befiehlt er einfach dem nächstbesten Herrn, er solle doch mit der Dame den Platz tauschen. Aus seinem Buch liest Herr Hämmerle die Glosse über sein neues Telefon, auf dem ihn komischerweise niemand anruft und berichtet von seinem Auftritt als Nikolaus im Kindergarten. Unglücklicherweise hatte sein Erzfeind Hambacher die gleiche Idee und war als zweiter Nikolaus aufgetaucht.

Was über Herrn Hämmerle gesagt wird, kann das begeisterte Publikum in der voll besetzten Kapuzinerbühne nur bestätigen: "Er ist überzwerch und durchtrieben, er ist hinterhältig und mit gefährlichen Geistesblitzen ausgestattet. Er sinniert verquer und doch absolut konsequent und ist alles in allem ein liebenswerter Zeitgenosse."

dr