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Lärmopfer sollen fürden Lärmschutz bezahlen ...

Lärmopfer sollen fürden Lärmschutz bezahlen

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Zum Artikel "Kosten für Lärmschutz verärgern die Anlieger", im Teckboten vom 4. November:Lärmschutz ist nicht gleich Lärmschutz. Während im Gebiet Nägelestal bereits alle Anwohner persönlich angeschrieben und bei einer Info-Veranstaltung informiert wurden, hat man dies im Gebiet Wiesenweg wohl nicht für nötig gehalten. Obwohl im Nägelestal eine eventuelle Realisierung noch in weiter Ferne liegt und die Beiträge für den Lärmschutz je Grundstück im Schnitt "nur" bei zirka 4 000 Euro liegen, hier bei uns aber durchschnittlich zirka 12000 Euro je Grundstück entrichtet werden müssen.

Ohne je über eine Beteiligung informiert worden zu sein, weil wir anfänglich nicht zum Kreis der Erschlossenen gehörten, wissen wir erst seit dem 10. Oktober 2006, dass wir immense Beträge bezahlen sollen: Familien Meinzer 14 630 Euro, Hausch 9 200 Euro und Schwarz 6 500 Euro. Bei Rauscher und Weiss sind es ebenfalls über 14 500 Euro.

Obwohl wir allesamt schon vor der B 297 hier waren, sollen wir jetzt als angebliche Lärmopfer auch noch für den Lärmschutz bezahlen und das auch noch, ohne gefragt zu werden.

Kirchheimer, seid gewarnt, denn wer wohnt hier nicht in der Nähe einer lauten Straße? Ärgerlich ist zudem, dass seit der letzten Bebauungsplanänderung 2005 unsere, früher mit zwei Vollgeschossen ausgewiesenen Grundstücke jetzt plötzlich mit drei Vollgeschossen bewertet werden, was natürlich erhebliche Mehrkosten verursacht, da man für ein Geschoss mehr bezahlt.

Unser Vertrauen in die Stadtverwaltung und in den Gemeinderat ist erschüttert. Naiverweise haben wir wirklich geglaubt, dass dort im Interesse der Bürger gehandelt wird. Doch nun müssen wir schmerzlich feststellen, dass, ohne Rücksicht auf Existenzen, der Bürger nur als Einnahmequelle betrachtet wird.

Helga und Helmut Meinzer

Irene und Ernst Schwarz

Susanne und Peter Hausch

Kirchheim, Gutenbergstraße

Die Redaktion nimmt eine sachliche Leserzuschrift, die sich auf eine Veröffentlichung in unserer Zeitung bezieht, gerne entgegen. Sie übernimmt dafür aber nur die presserechtliche Verantwortung und behält sich in jedem Fall Kürzungen vor. Leider können handschriftliche Manuskripte nicht berücksichtigt werden. Anonyme Briefe werden nicht veröffentlicht.