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Lampenfieber Es geht mich zwar nichts ...

Lampenfieber

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Es geht mich zwar nichts mehr an, aber ich sage es trotzdem: Hat die Stadt Kirchheim wirklich keine anderen dringenderen Probleme als die Beleuchtung in der Fußgängerzone zu erneuern und dafür eine halbe Million Euro auszugeben?

Dieses Geld wäre besser aufgehoben in Kindergärten, Schulen und Hallenbad. Und wenn noch etwas davon übrig bleiben würde, dann könnte man diesen Teil für eine bessere Koordinierung der Verkehrssignalanlagen verwenden. Glaubt denn die Mehrheit des Gemeinderates wirklich daran, dass sich der Umsatz der Einzelhandelsgeschäfte in der Fußgängerzone durch eine andere Beleuchtung nennenswert erhöhen wird?

Richard Käser

Bürgermeister a. D.

Dettingen, Fasanenweg

Laternenwahl

Zum Artikel "Gemeinderat segnet Leuchte ab In aller Bescheidenheit die Konkurrenz überstrahlt", im Teckboten vom 17. Juni:Schade, jetzt ist die Wahl zur "City-first-Laterne" schon über die Bühne gegangen. Ich hätte gern noch ein weiteres Model(l) zur Begutachtung vorgeschlagen. Es ist annähernd so alt, wie die zu beleuchtenden Fachwerkhäuser, hängt an einem etwa sieben Meter hohen Holzmasten vor unserem Haus und strahlt so kraftvoll die Fassade an, dass wir nachts sogar im Dachgeschoss die Fenster verdunkeln müssen, um schlafen zu können.

Leider ist der Holzmast über die ganze Länge schon aufgespalten, was zwar die Vogelwelt wegen den im Spalt verborgenen Insekten unheimlich anziehend findet, der Stabilität aber nicht sehr zuträglich zu sein scheint. In der "City" ließe sich der Beleuchtungskörper aber durch die geniale Konstruktion direkt an die Fassade der Häuser schrauben, was einmal die Laternenpfähle einsparen würde die ja doch nur von den Lastern umgefahren werden und zum anderen den Stromanschluss direkt bei den zu beleuchtenden Geschäften ermöglichen. Da sie abends sogar schon angeht, wenn daneben noch die Sonne scheint, hätten wenigstens die Reinigungskräfte der Geschäfte noch ihre Freude daran.

Ob dieses Modell das einzige seiner Art ist, ließe sich nur durch eine ausgedehnte Begehung aller Teilorte der Stadt feststellen; ich bin mir aber sicher, dafür sind sich die Entscheidungsträger des Beleuchtungskonzeptes nicht zu schade oder?

Peter Schulz

Ötlingen, Waldstraße

Verzwickte Situation wirdweiter verkompliziert

Zum Artikel "Gutachten sieht in Einrichtungsverkehr "verfolgungswerten konzeptionellen Ansatz" Probelauf ohne Sieger und Verlierer", im Teckboten vom 17. Juni:

Mit Entsetzen habe ich den Artikel hinsichtlich einer Machbarkeitsstudie bezüglich der Einführung eines "Einbahnsystems" am Alleenring in Kirchheim gelesen. Offensichtlich scheuen die Stadtoberen keine Kosten und Mühen, die verzwickte Verkehrssituation noch weiter zu komplizieren. Offensichtlich wird hier doch die besondere Situation der Baustelle am Schweinemarkt dazu benutzt, den Bürgern weitere fragliche Verkehrsexperimente zu verkaufen.

Die von den Gutachtern angeführte Attraktivitätssteigerung des Innenstadtbereichs ist sicher nicht durch eine derartige Maßnahme zu erreichen, da die Fußgängerzone vom Alleenring letztlich nicht beeinträchtigt wird. Grundsätzlich handelt es sich bei dem Verkehr auf dem Alleenring wohl eher um potenzielle Kunden des Einzelhandels, die künftig erst einmal genau überlegen müssen, wo sie denn nun eigentlich fahren dürfen, um eventuell ans Ziel zu kommen. Der Durchgangsverkehr von der Landesstraße L 1200 von oder nach Wendlingen hat in Kirchheim andere Alternativen, um zum Beispiel Richtung Lenninger Tal oder Jesingen zu kommen. Auch hier fällt mir jedoch auf, dass die derzeitige Flickschusterei an der Schöllkopfstraße, insbesondere im Bereich des Bahnhofs, offensichtlich verkehrsplanerische Absicht oder auch Unvermögen ist. Die Stadt wäre sicher besser beraten, die Geldmittel in sinnvollere Projekte, zum Beispiel die Instandhaltung des bestehenden Verkehrsnetzes zu investieren. Peter Kobbe

Ötlingen, Schillerstraße

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