Lokales

Landesverbandstagung der Unternehmerfrauen

KREIS ESSLINGEN Politische Thesen des Grünen-Querdenkers Oswald Metzger oder inspirierende Trends von Zukunftsforscher Oliver W. Schwarzmann: Die Landesverbandstagung der Unternehmerfrauen im Handwerk (ufh) bot den 100 Delegierten jede Menge Input, den Berufsalltag zu überdenken. Die Unternehmensfrauen Esslingen-Nürtingen waren zum einen durch ihre Vorsitzende Susanne Henzler und zum andere mit zwei Delegierte vertreten.

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Dass Veränderung Chancen bietet, zeigte der Waiblinger Zukunftsforscher Oliver W. Schwarzmann auf. Der Klimawandel werde das Handwerk vor ganz neue Herausforderungen stellen, weil Energie zum teuren Gut wird. Da gelte es, durch gedämmte Fassaden und gläserne Fronten Energie zu sparen oder diese regenerativ zu erzeugen. Weil heute zwei Prozent der Weltbevölkerung in den zehn größten Städten der Welt ein Fünftel des internationalen Bruttosozialproduktes erwirtschaften, sei klar, dass die ökonomische Zukunft in der Urbanisierung liegt. Clevere Handwerker, die solche Fakten zu interpretieren wüssten, könnten daraus Kundenlösungen entwickeln, die nicht mehr dem Preisdiktat unterliegen.

Der Präsident des Baden-Württembergischen Handwerktags, Joachim Möhrle, attestierte dem ufh, das Handwerk mit seinen vielen Impulsen zu beleben. Zwar seien die Ideen gelegentlich auch unbequem, aber "einschlafen will das Handwerk ja schließlich auch nicht." Angesichts der Tatsache, dass im Handwerk fast zwei Drittel aller Lehrlinge Hauptschulabschluss haben, forderte Joachim Möhrle, die Grundschüler bis zur sechsten Klasse gemeinsam zu unterrichten.

Der baden-württembergische Verband der Unternehmerfrauen im Handwerk hat 2 300 Mitglieder. Bei ihren monatlichen Treffen befassen sich die oft branchenfremd ausgebildeten Mitglieder mit Betriebswirtschaft, Marketing oder Mitarbeiterführung.

pm