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Landwirt bekam Anzeige

Entwarnung für die Wellinger: Das Trinkwasser muss nicht mehr abgekocht werden, die Verunreinigung ist aus dem Netz entfernt. Am Montagabend konnte die Freiwillige Feuerwehr die Bevölkerung darüber informieren.

IRIS HÄFNER

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NOTZINGEN Die Ursache für die Verunreinigung des Wellinger Trinkwassers ist über eine Woche nach dem Vorfall immer noch nicht geklärt und wird es wohl nie werden. "Ein Landwirt aus Roßwälden hat eine Anzeige bekommen, weil er zu nahe an einem Wasserlauf Gülle ausgebracht hat", erklärte Notzingens Bürgermeister Flogaus während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Vorgeschrieben ist ein Abstand von zehn Metern, ausgebracht hatte der Bauer die Fäkalien jedoch bis auf zwei Meter an das Gewässer. Ob er damit auch der Verursacher für die Verunreinigung des Trinkwassers ist, kann niemand feststellen. "Ich hoffe jedoch, dass durch den Vorfall die Landwirte in Roßwälden sensibilisiert wurden", so Jochen Flogaus.

Auch bei der Reinigung des Wellinger Hochbehälters ist ein Malheur passiert. "Wenn der Wurm drin ist, dann auf allen Ebenen", berichtete der Schultes. Den Arbeitern war ein Schlauch geplatzt und hatte zielsicher den Sicherungskasten getroffen, woraufhin es prompt einen "Kurzen" gegeben hat. Dem nicht genug. Es entstand eine derartige Rauchentwicklung, dass die Feuerwehr anrücken musste, um den Rauch aus dem Gebäude zu blasen. Wegen der Reparaturarbeiten habe die Drucksteigerung nicht funktioniert, so Jochen Flogaus.

"Wenn ein Haushalt einen größeren Boiler mit wenig Durchlauf hat, kann es jedoch sein, dass sich noch verunreinigtes Wasser darin befindet", gab Jochen Flogaus zu Bedenken. Im Interesse aller Beteiligten hofft er, dass ein derartiges Ereignis bis zum Anschluss an die Landeswasserversorgung in rund einem Jahr nicht mehr vorkommt.