Lokales

"Lediglich eine Momentaufnahme"

Kreisweit sind die Schülerzahlen in den beruflichen Schulen gegenüber dem Jahr 2004/2005 leicht zurückgegangen. Landrat Heinz Eininger sprach im Kultur- und Schulausschuss aber lediglich von einer Momentaufnahme. Die Kurve gehe in den kommenden Jahren eher nach oben.

ANKE KIRSAMMER

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KREIS ESSLINGEN Im Schuljahr 2004/2005 drückten 12 009 Jugendliche in den Berufsschulen des Landkreises Esslingen die Schulbank. Im laufenden Schuljahr sind es 11 920. Im Vollzeitbereich beträgt der Rückgang 24 Schüler, im Teilzeitsektor 65. In den nächsten Jahren wird jedoch von einer Zunahme der Schülerzahlen ausgegangen. "Längerfristig erwarten wir eine Verlagerung vom Teilzeit- in den Vollzeitbereich", sagte Eininger.

Die Kirchheimer Max-Eyth-Schule hat im Vollzeitbereich mit 504 Schülern acht Schüler weniger als im Vorjahr. Im Teilzeitbereich ging die Zahl von 966 auf 957 zurück. Die kaufmännische Jakob-Friedrich-Schöllkopf-Schule wuchs dagegen im Vollzeitsektor von 607 auf 655 Schüler an; im Teilzeitbereich von 316 auf 341. Die beiden Kirchheimer Berufsschulen liegen damit im kreisweiten Trend. Innerhalb des Vollzeitbereichs ist eine Schülerbewegung weg von den gewerblichen Schulen hin zum kaufmännischen sowie haus- und landwirtschaftlichen Bereich zu verzeichnen. Im Teilzeitsektor gehen die Zahlen sowohl im gewerblichen als auch im haus- und landwirtschaftlichen Bereich zurück. Die kaufmännischen Schulen legen dagegen zu. Bei den Sonderschulen gibt es keine großen Abweichungen.

Eininger unterstrich, dass im Berufsschulbereich eine Bündelung Sinn mache. So findet der Unterricht für angehende Friseure seit diesem Schuljahr nicht mehr an der Otto-Umfrid-Schule in Nürtingen, sondern an der Friedrich-Ebert-Schule in Esslingen statt. Beim Neubau in Nürtingen ließen sich so rund 700 Quadratmeter an Fläche einsparen, gab der Kreisverwaltungschef zu bedenken. Im Hinblick auf die Zunahme des Vollzeitsektors werde Eininger zufolge in den nächsten Jahren eher Um- als Erweiterungsbauten Thema sein. Schließlich handle es sich mit den Schulen um "Strukturpolitik im besten Sinne".