Lokales

Leitlinie Regionalplan

Eigentlich gefiel den Räten der Gedanke eines Möbelmitnahmemarktes an der Ecke Schöllkopfstraße/Hegelstraße durchaus. Doch die Planung eines interessierten Investors entspricht in einem wichtigen Punkt nicht den Vorgaben des Regionalplans: Er muss nun die Verkaufsfläche an Randsortimenten, die für Zentren relevant sind, gewaltig zurückfahren.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM In der Planung, die den Stadträten mit dem Ansinnen einer Bebauungsplanänderung vorlag, wird von einer Gesamtverkaufsfläche von 3090 Quadratmetern ausgegangen. Der Knackpunkt: Zirka 860 Quadratmeter davon sollen "zentren-relevante Randsortimente" beherbergen. Laut Regionalplan sind zum Schutz des Einzelhandels in gewachsenen Zentren aber nur drei Prozent der Gesamtverkaufsfläche und maximal 350 Quadratmeter für derlei Angebote zulässig. Diese Einschränkung wird gerade für die Stadt Kirchheim in ihrer Orientierung auf das Einkaufserlebnis im Stadtzentrum für wichtig erachtet.

Planungsamtsleiter Dr. Hermann-Lambert Oediger legte daher den Gemeinderäten die Empfehlung des Technischen Ausschusses ans Herz. Sie besteht darin, den Bebauungsplan zu ändern mit der Voraussetzung, das für Zentren relevante Randsortiment müsse deutlich zurückgefahren werden, sodass Übereinstimmung mit dem Regionalplan erreicht werde. Diesem Vorschlag folgte das Gremium einstimmig, wohl wissend, dass eine Beschränkung des fraglichen Sortiments auf 93 Quadratmeter, entsprechend drei Prozent der Verkaufsfläche, für den Investor möglicherweise nicht mehr attraktiv sein werde.