Lokales

LENNINGEN Er gehört sozusagen zum lebenden ...

LENNINGEN Er gehört sozusagen zum lebenden Inventar des Unterlenninger Bühlbergfestes: Der 68-jährige Rolf Röhm vom TSV Wäldenbronn war als einziger Teilnehmer jetzt zum 50. Mal

Anzeige

ROLF BAYHA

aktiv dabei. Vom Veranstalter gab's für den pensionierten Lehrer, den es seit seinem 18. Lebensjahr zum Bergfest zieht, einen Ehrenpreis.

Herr Röhm, Sie sind zum 50. Mal dabei. Was zieht sie Jahr für Jahr nach Unterlenningen?

Das Bühl-Bergfest steht fest in meinem Kalender und ich kämpfe mit, so lange es geht. Dies gilt auch für meinen Bruder Oskar, der nun zum 49. Mal dabei war. Wir kommen eigentlich vom Turnen und haben die Leichtathletik nur nebenher mitgemacht. Das hier ist der einzige rein leichtathletische Wettbewerb, den wir bestreiten. Wir lieben originelle Bergfeste. Hier ist die Aschenbahn eine Besonderheit.

Wie bereiten Sie sich auf den Wettkampf vor?

Nicht besonders. Ich mache vor allem sehr viel Gymnastik. Ich bin ganzjährig aktiv und so mache ich auch in diesem Jahr zum 50. Mal mein Sportabzeichen. Ich bin kein Leistungssportler und deshalb steht bei mir nur der olympische Gedanke im Vordergrund.

Sind Sie Gegner des Leistungssports?

Nein, keinesfalls, aber für mich kam er nicht in Frage. Für mich ist die Freude an der Bewegung und das Dabeisein das Wichtigste, egal was ich für einen Platz belege. Ich bin seit 1946 beim TSV Wäldenbronn und heute noch gerne dabei. Ich denke, dass Leistungssport nicht möglich ist, wenn man beständig bis ins hohe Alter Sport betreiben will.

Sind Sie das nächste Mal in Unterlenningen wieder dabei?

Sofern es meine Gesundheit zulässt, auf jeden Fall.