Lokales

Lenninger Netz ist Modellprojekt

LENNINGEN Seinen Bericht über die umfangreiche Vorstandstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr begann der Erste Vorsitzende, Bürgermeister Michael Schlecht, mit einem herzlichen Gruß an das jüngste Mitglied des Lenninger NETZ, der Ortsgruppe Unterlenningen/Brucken des Schwäbischen Albvereins.

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Geschäftsführer Werner Schulmeyer trug anschließend den Finanz- und Geschäftsbericht 2006 vor. Gemeinsam mit der Leiterin der Koordinationsstelle für das Betreute Wohnen zu Hause, Gabriele Riecker, war er im vergangenen Jahr voll gefordert und ständig unterwegs. Die Vorstellung der Arbeit des Lenninger Netzes überall in Landkreis und Region sowie die Beteiligung an Wettbewerben und Ausschreibungen nahmen viel Zeit und Engagement in Anspruch. Besonders bemerkenswert ist dabei sicherlich die Aufnahme des Lenninger Netzes in das Modellprojekt des Sozialministeriums Baden-Württemberg zu den gemeinwesenorientierten Seniorennetzwerken.

Werner Schulmeyer hatte neben diesen öffentlichen Auftritten zudem viel Arbeit mit der Geschäftsentwicklung des Vereins. Vor allem die Organisation und Durchführung der ersten Lenninger Seniorenmesse im vergangenen Oktober erreichte die Arbeitsintensität einer Vollzeitstelle für den Geschäftsführer. Ein großes Kompliment wurden ihm diesbezüglich nochmals von Vorstandschaft und Mitgliedern zuteil. Er führte zudem aus, dass die Mitgliederzahl vor allem der Fördermitglieder steigt und die finanzielle Situation des Vereins auf solidem Fundament steht. Zwar wartete das "Betreute Wohnen zu Hause" mit einem Fehlbetrag auf, dieser wurde aber für die Projektaufbauphase einkalkuliert. Trotz dieses größeren Abmangels schloss der Verein das Jahr insgesamt mit einem nur geringen Fehlbetrag von knapp 400 Euro ab. Dass dieser aus den Rücklagen ausgeglichen werden kann, ist den zahlreichen Spendern und Spenderinnen des Vereins zu verdanken. Werner Schulmeyer erläuterte noch anhand der entsprechenden Zahlen, dass das Lenninger Netz für das Jahr 2007 von einem ausgeglichenen Haushalt ausgehen kann.

Gabriele Riecker berichtete vom derzeitigen Schwerpunkt des Vereins, dem Betreuten Wohnen zu Hause. Mit Stand Dezember 2006 waren neun Betreuungsverträge mit elf Personen sowie sieben Optionsverträge mit acht Personen abgeschlossen. Besonders erfreulich ist das ehrenamtliche Mitarbeiterteam, welches siebzehn Frauen und drei Männer umfasste. Diese absolvierten im vergangenen Jahr 261 Besuche, waren 164 Stunden mit "sonstigen Diensten" beschäftigt und brachten 2408 Kilometer an Fahrten hinter sich. Diese ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Lenninger Netzes sind das Herz des Vereins und leisten beispiellose Arbeit.

Kassenprüfer Wolfgang Tröscher bescheinigte der Geschäftsführung eine hervorragende Buchhaltung und Kasse, sodass es Karl Sigel leichtfiel, der Mitgliederversammlung die Entlastung des Vorstandes und der Rechnungslegung vorzuschlagen, was einstimmig erfolgte. Auch musste der Erste Vorsitzende neu gewählt werden. Die Vorstandschaft schlug hierzu Bürgermeister Michael Schlecht vor, der einziger Kandidat blieb. Dieser wurde einstimmig wiedergewählt.

Mit dem Ausblick auf das Jahr 2007 und der Einladung zu einem kleinen Ständerling schloss die Mitgliederversammlung.

pm