Lokales

Lenninger Netz ist über die Talgrenze bekannt

Schritt für Schritt geht es mit dem Lenninger Netz weiter. Die beiden Krankenpflegevereine Oberlenningen und Unterlenningen haben jeweils 2500 Euro für dieses besondere Netz gespendet.

IRIS HÄFNER

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LENNIGEN Mit den Spenden setzen die beiden Krankenpflegeverein Oberlenningen und Unterlenningen ein Signal. Sie unterstützen das Lenninger Netz, das betreutes Wohnen zu Hause möglich machen will. "Für was brauchen wir noch einen Krankenpflegeverein?" Diese Frage bekommen Pfarrerin Regina Stierlen aus Unterlenningen und Pfarrrer Karl Heinz Graf, Oberlenningen, in ihren Kirchengemeinden des öfteren gestellt. Beiden geht es darum, klar zu machen, dass beide Einrichtungen in keiner Konkurrenz zueinander stehen, sondern Hand in Hand arbeiten können. "Der Mensch steht im Mittelpunkt", verdeutlichte Pfarrer Graf.

"Wir brauchen beides: Krankenpflegeverein und Lenninger Netz", stellte er klar. Wer Mitglied im Krankenpflegeverein ist, erhält Nachlässe auf die Gebührensätze der Diakoniestation. Zudem werden durch den Mitgliedsbeitrag Maßnahmen unterstützt, für die die Krankenkassen kein Geld mehr haben, nämlich Gespräche mit Kranken und pflegenden Angehörigen. "Gesunde helfen Kranken. Somit haben die Krankenpflegevereine das gleiche Anliegen wie das Lenninger Netz", so der Pfarrer weiter. Im Blick haben sowohl er als auch seine Kollegin Stierlen die diakonischen Aufgaben. "Es geht um das Betten und Beten, sprich den pflegerischen und seelsorgerischen Aspekt. Unsere Arbeit ist sozusagen eine Klammer, denn wir sehen den Menschen ganzheitlich", verdeutlichte er.

Gefreut haben sich über den stattlichen Betrag nicht nur Lenningens Bürgermeister Schlecht, sondern auch Werner Schulmeyer, ehrenamtlicher Geschäftsführer des Lenninger Netzes. Die Spende zeigt Michael Schlecht die große Akzeptanz in der Bevölkerung. Mittlerweile wird auch außerhalb des Lenninger Tales von diesem Netz gesprochen. Zwei Mitarbeiterinnen des baden-württembergischen Sozialministeriums informieren sich in den nächsten Tagen über das Projekt vor Ort, nachdem Michael Schlecht Sozialminister Andreas Renner von den Zielen und Taten des Netzes überzeugen konnte. Auch aus einem benachbarten Landkreis kamen schon Anfragen über die Struktur des Lenninger Netzes.

"Der erste Vertrag ist unterzeichnet, zudem weitere Optionsvereinbarungen getroffen", konnte Werner Schulmeyer berichten. Insgesamt 20 motivierte ehrenamtliche Mitarbeiter stehen für dieses Projekt zur Verfügung und brennen auf ihre ersten Einsätze.