Lokales

Lenninger Wald ist ein besonderer

Förster stellten Bewirtschaftungsplan vor

Den Nutzungs- und Bewirtschaftungsplan 2009 für den Gemeindewald in Lenningen stellte das Forstamt dem Gemeinderat während dessen jüngster Sitzung vor.

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Iris Häfner

Lenningen. „Der Lenninger Wald ist ein besonderer“, sagte Forstamtsleiter Felix Reining im Hinblick auf die steilen Hangwälder, die vorwiegend aus Laubbäumen bestehen. Zudem wird Lenningen viele Kernzonen im künftigen Biosphärengebiet haben. „Angesichts dieser Standortbedingungen hat Lenningen ein beachtliches Ergebnis erzielt – 58 Euro pro Hektar ist ein hervorragender Wert“, so der Forstamtsleiter.

Wie sich die Holzpreise entwickeln, steht auch für Felix Reining in den Sternen. Seit der Bankenkrise schwächelt auch der Holzmarkt. „Insbesondere beim Laubholz verzeichnen wir einen Nachfrageeinbruch“, musste er mitteilen. Weiterhin gut läuft dagegen der Brennholzverkauf. „Der Holzmarkt ist dynamisch. Wir fahren auf Sicht und schlagen nur das ein, was wir auch verkaufen können“, führte er weiter aus.

Die Räte erfuhren auch, dass die Eiche das Sorgenkind Nummer eins der Förster ist, gefolgt von der Buche. Der Fichtenbestand hat sich dagegen erholt. „Das Klima ändert sich und in der Folge auch der Wald. Naturnah bewirtschaftete Wälder, wie sie in Lenningen vorkommen, sind auf diesen Wandel besser eingestellt als Monokulturen“, so Felix Reining.

Nach dieser Einschätzung erfuhren die Gemeinderäte von Revierförster Alexander Klein die konkreten Zahlen und Vorhaben für den Lenninger Wald. 2 800 Festmeter Holz wurden eingeschlagen und somit der Plan erfüllt. Gepflanzt wurden rund 1 500 Bäumchen und auf etwa 2,6 Hektar Kultursicherung betrieben. Bei 109 000 Euro Einnahmen und 105 000 Euro Ausgaben blieb noch ein kleiner Überschuss von 4 000 Euro. Ursprünglich war geplant, ähnlich viel Holz einzuschlagen und junge Bäume nachzupflanzen. Dies ändert sich möglicherweise bei entsprechend schlechter Nachfrage nach Holz.

„Wir wollen unseren Gemeindewald so bewirtschaftet haben, dass wir ihn auch noch in 50 Jahren vor der Haustür haben. Eine Gewinnoptimierung streben wir nicht an“, verdeutlichte Bürgermeister Michael Schlecht den Standpunkt Lenningens in Bezug auf das Ökosystem Wald.