Lokales

Lernen in der Freizeit angesagt

"Das haben wir uns redlich verdient", meinten die 22 Absolventen der Fachschule für Nebenerwerbslandwirtschaft beim Landwirtschaftsamt in Nürtingen kürzlich bei ihrem Abschlussfest.

KREIS ESSLINGEN Dr. Reinhold Klaiber, Leiter des Landwirtschaftsamtes des Landkreises Esslingen, gratulierte allen Schülerinnen und Schülern zur bestandenen Prüfung zur Fachkraft für Nebenerwerbslandwirtschaft.

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Für zwei Semester, jeweils von November bis März, hieß es zweimal pro Woche am Abend die Schulbank drücken. Auf dem Stundenplan des 400 Stunden umfassenden Kurses standen Unternehmensführung, tierische und pflanzliche Erzeugung, Agrarpolitik, landwirtschaftliches Bauen und manches andere, was ein Landwirt wissen muss.

Und was wäre ein rechter Bauer ohne Praxis? So wurde das Klassenzimmer während der Vegetationszeit öfters nach draußen verlegt. Vor Ort standen dann Fütterung einer Hochleistungskuh und Kuh-Komfort auf dem Stundenplan oder es wurden verschiedene Pflanzenbestände auf Gesundheitszustand und Ertragserwartung inspiziert. Eigene Erfahrungen der Schüler aus ihren Betrieben bereicherten den Unterricht.

Klassenarbeiten und regelmäßiger Unterrichtsbesuch sind Voraussetzungen für die Zulassung zur Prüfung. Neben der Wissensvermittlung wird großer Wert auf Erfahrungsaustausch, Kontaktpflege und Netzwerkbildung unter den Berufskollegen gelegt. Der Großteil der Klasse entschloss sich im Anschluss an die Fachschule auch gleich, die Berufsabschlussprüfung zum Landwirt in Angriff zu nehmen. Das bedeutete zusätzlichen Unterricht zum Beispiel in Landtechnik an der DEULA in Kirchheim oder in Schweinehaltung in Forchheim. Andere besuchten einen Melkerlehrgang in Aulendorf und alle mussten eine schriftliche und praktische Zwischen- und Abschlussprüfung absolvieren.

"Den Schülern wurde einiges an Fleiß und Durchhaltevermögen abverlangt", betonte Dr. Klaiber. Die Mühe lohnt sich, nicht zuletzt, weil damit ein wichtiges Kriterium für die Zulassung zur Meisterprüfung im Beruf Landwirt erfüllt werden kann. Daneben gewinnt der Nachweis der beruflichen Qualifikation im Antrags- und Förderwesen immer mehr an Bedeutung.

Am Dienstag, 25. Oktober, 19 Uhr, startet im Seminarraum des Landwirtschaftsamtes Esslingen, Marktstraße 16 in Nürtingen, die Fachschule für Nebenerwerbslandwirtschaft mit einem Informationsabend in das Schuljahr 2005/2006. Anmeldungen sind noch unter Telefon 07 11/39 02-14 70 möglich.

pm