Lokales

Lernen wie bei "Big Brother"

Nicht nur bei "Big Brother", auch am Ludwig-Uhland-Gymnasium (LUG) in Kirchheim wird künftig das Leben im Container erprobt. Die entsprechenden Mittel in Höhe von 150 000 Euro für gleich zwei Schulcontainer wurden von den Mitgliedern des Kirchheimer Gemeinderats einstimmig als außerplanmäßige Ausgabe genehmigt.

WOLF-DIETER TRUPPAT

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KIRCHHEIM Gleichzeitig votierten die Gremiumsmitglieder auch einstimmig für eine beschränkte Ausschreibung zur Beschaffung der zusätzlichen Klassenräume.

Mit zirka 1 300 Schülern ist das Ludwig-Uhland-Gymnasium die größte Kirchheimer Schule. Die hohe Zahl der für das kommende Schuljahr vorliegenden Neuanmeldungen sind in den derzeit bestehenden Klassenräumen nicht mehr unterzubringen.

Insgesamt wurden für das Schuljahr 2005 / 2006 für das Schloss- und für das Ludwig-Uhland-Gymnasium 346 Schülerinnen und Schüler angemeldet, was bei einem Klassenteiler von 32 insgesamt elf fünfte Klassen ergibt. Bei der Schulentwicklungsplanung war von 299 Anmeldungen ausgegangen worden, wofür die Kapazitäten auch ausgereicht hätten. Da am Schlossgymnasium, das eigentlich für drei gymnasiale Züge ausgelegt ist, nicht mehr als fünf Klassen unterkommen können, müssen am LUG im kommenden Schuljahr insgesamt sechs neue Klassen untergebracht werden.

Eine geeignete Aufstellfläche für die Container, die voraussichtlich acht Jahre benötigt werden, wurde gemeinsam mit der Schulleitung des LUG im nordwestlichen Grundstücksbereich neben der neuen Sporthalle gefunden. Das Grundstück ist an dieser Stelle befestigt und liegt innerhalb des umzäunten Schulgeländes. Aus Platzgründen wird vorgeschlagen, eine zweigeschossige Anlage zu errichten.

Neben einem Kauf der demontier- und wieder verwendbaren Container sollen bei der Ausschreibung auch die Kosten bei Miete, Mietkauf und Leasing ermittelt werden.