Lokales

"Leutelupfer" ist jetzt in Betrieb

Und er bewegt sich doch: Immer wieder gab es beim Altbacher "Peoplemover" lange Verzögerungen, doch die Hartnäckigkeit der Gemeinde Altbach und deren Bürgermeister Wolfgang Benignus zahlte sich schließlich aus. Gestern nahm der 1,5 Millionen teure, von Schwaben auch "Leutelupfer" genannte Aufzug am Altbacher Bahnhof seinen Betrieb auf.

PETER DIETRICH

ALTBACH Bei der ersten Fahrt ließen die zahlreich erschienenen Politiker und Firmenvertreter der 95-jährigen Altbacherin Frida Höpfel den Vortritt: Sie durfte die Kabine als allererste Passagierin betreten. Jahrelang hatte die betagte Dame den Bürgermeister bei jedem Geburtstagsbesuch nach dem "Peoplemover" gefragt. Rund eine Dreiviertelminute dauert die Fahrt vom Parkplatz zum S-Bahnsteig, in einem Rutsch geht es hinauf, über die Gleise hinweg hinüber und wieder hinunter. Große runde Fensterscheiben erlauben während der Fahrt den Blick nach vorne und hinten, auch für Kinderwagen und Fahrrad ist genügend Platz. Der neuartige Aufzug in Altbach gilt als weltweit erster über eine Bahnstrecke und ist eine Erfindung des schwäbischen Tüftlers Emil Schmid. Gefertigt haben ihn die Thyssen-Krupp Aufzugwerke. 88 Prozent der Kosten trägt das Land Baden-Württemberg, den Rest teilen sich der Landkreis, die Deutsche Bahn und die Gemeinde Altbach.

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