Lokales

Lichterfahrt auf der Donau begeisterte

Bereits zum dritten Mal fuhren die Schlierbacher Donauschwaben in die Heimat ihrer Vorfahren. Das Land zwischen Donau und Theiß bot den Teilnehmern auch diesesmal wieder viel Sehenswertes.

SCHLIERBACH Lang war die Fahrt mit dem Bus, als die Schlierbacher über München, Passau, Linz und Graz erst nach 16 Stunden Villanykövesed erreichte, wo sie im Hotel Cabernet untergebracht wurde. Aus dieser Gegend wurden die Donauschwaben im Jahr 1946 vertrieben.

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In Fünfkirchen wartete anderntags eine Stadtbesichtigung. Mit dem schönen Marktplatz, dem Dom und den Ausgrabungen von Katakomben aus der Römerzeit, will die Stadt im Jahre 2010 zum Welt-Kulturerbe erklärt werden. In Villany wurde das Weinmuseum besichtigt und abends beim bekannten Winzer Imre, bei dem auch schon das ZDF einen Film drehte, mit deftigem Gulasch eine zünftige Kellerpartie gefeiert. Der große Markt in Fünfkirchen wurde ausgiebig zum günstigen Einkauf genutzt, ehe Budapest angesteuert wurde.

Ungarns Hauptstadt imponierte nicht nur am Tage mit der Matthiaskirche, der Fischerbastei und dem Parlament, sondern auch mit einer Lichterfahrt auf der Donau. Am Donauknie in Visegrad wurde am Abend Quartier bezogen und im schönen Hotel Siraly wurden die Schlierbacher von einer Folkloregruppe begrüßt.

Die historische Stadt Kecskemet lockte dann und die Pußta mit tollen Vorführungen ihrer Csykos samt einer Kutschenfahrt.

Das Syssi-Schloss in Gödöllö war anderntags das Ziel, wo man staunte über dessen Wiederherstellung, nachdem die russischen Besatzer dieses in erbärmlichem Zustand verlassen hatten.

Ein weiterer Höhepunkt waren die Ritterspiele mit anschließendem königlichem Festmahl in der unteren Burg in Visegrad samt der Besichtigung des auch in der Renovierung befindlichen Königsschlosses. Die mächtige Kathedrale in Estergom mit seiner Schatzkammer war das Ziel des vorletzten Tages und in Szentendre wurde noch ein ausgiebiger Einkaufsbummel unternommen, wo man die letzten Forints loswerden konnte, ehe die Schlierbacher wieder die lange Heimfahrt antraen.

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