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"Liebe schwärmt auf allen Wegen"

OWEN Die Sommermatinee der Gesangsklasse der Musikschule Owen bot im katholischen Gemeindehaus unter dem Titel "Liebe schwärmt auf allen Wegen" ein interessantes Programm aus Liedern, Musicals und Operetten. Durch das Programm führte Aylish Kerrigan, die Leiterin der Gesangsklasse. Noemi May leistete hervorragende Arbeit bei der Begleitung der Schüler am Klavier.

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Den ersten Teil Lieder der deutschen Romantik eröffnete Sissilia Stieglmeier mit Robert Schumanns "Aus den östlichen Rosen" und Franz Schuberts "Der Fischer", die sie mit ausdrucksvoller Mezzosopranstimme interpretierte. Die jüngste Sängerin der Gesangsklasse, Tatjana Sigel, bewies musikalisches und stimmliches Talent beim Vortrag der beiden Hugo-Wolf-Lieder "Auf ein altes Bild" und "Das verlassene Mägdlein".

"Lachen und Weinen" sowie "Liebe schwärmt auf allen Wegen" von Franz Schubert sang Helen Müller, Sopran, mit klarer Stimme und reiner Intonation. Katharina Sigel überzeugte mit musikalischer Einfühlsamkeit beim Vortrag von "Liebestreu" und "Mädchenlied" von Johannes Brahms. Das Loblied auf die Harmonie von Poesie und Musik, "Wie Melodien zieht es mir" von Brahms, und Felix Mendelssohn Bartholdys "An die Entfernte" sang Ines Riewe, bei der enorme stimmliche Fortschritte zu hören waren.

Der einzige männliche Schüler der Klasse Rainer Strohwald glänzte mit tiefer Empfindung und seiner schönen Baritonstimme bei der Interpretation von Schuberts "Frühlingsglaube" und "Der Gang zum Liebchen" von Brahms. Ein besonderer Genuss waren die Schubert-Lieder "Nacht und Träume" sowie "Rastlose Liebe", die Martina Hanßum mit strahlender Sopranstimme und großer musikalischer Authentizität vortrug. Anne Lisa Wiesinger sang Mendelssohn Bartholdys "Nachtlied" und "Die drei Zigeuner" von Franz Liszt musikalisch sehr überzeugend mit nahezu professioneller Virtuosität und starker Mezzosopranstimme.

Zum Abschluss des ersten Teils sang Ingrid Vogel mit warmer, voller Sopranstimme und viel musikalischem Verständnis "Du bist die Ruh" von Schubert und "Meine Liebe ist grün" von Brahms.

Im zweiten Teil präsentierte Helen Müller die ungetrübte Freude über einen schönen Morgen in Oklahoma in "Oh what a beautiful Morning" von Rodgers und Hammerstein, gefolgt von einem locker und ausdrucksvoll von Anne Lisa Wiesinger vorgetragenen "I got Rhythm" von George Gershwin. Den Ausdruck von Sehnsucht nach Liebe und Harmonie fand Tatjana Sigel in "Castle on a Cloud" aus "Les Miserables" von Claude-Michel Schönberg. Die Hoffnung auf Glück und Erfüllung in der neuen Welt brachte Ines Riewe in "Look to the Rainbow" aus "Finian's Rainbow" von Burton Lane zum Ausdruck.

In "Send in the Clowns" von Stephen Sondheim gab Katharina Sigel dem melancholischen Zweifel und der Verwirrung über unglückliche Liebesbeziehungen ruhig und überzeugend Ausdruck. Bei Ingrid Vogels temperamentvollem Vortrag von Paul Abrahams "Heut' hab' ich ein Schwipserl" hatten manche Zuhörer tatsächlich Bedenken, die Sängerin könnte beim nächsten Takt von der Bühne fallen, aber weit gefehlt alles nur gespielt.

In einer sehr sinnlichen Rolle in "Du traumschöne Perle der Südsee" glänzte wieder Martina Hanßum mit stimmlicher und interpretatorischer Souveränität. Das humorvolle "Let's call the whole Thing off" von George Gershwin meisterte Sissilia Stieglmeier sowohl stimmlich als auch schauspielerisch mit Bravour. Rainer Strohwald sang noch eine sehr gelungene Interpretation von Paul Abrahams "Ja, so ein Mädel, ungarisches Mädel", die mit ihrem Humor und den Mädchen auf der Bühne das Publikum begeisterte, bevor abschließend alle Sänger aus der Gesangsklasse ein bezauberndes Arrangement von "Tonight" aus Leonard Bernsteins "West Side Story" sangen.

pm