Lokales

"Liebe" zu einem 300 Jahre alten Baum

"Eigentlich ist es eine Baumleiche" macht der Weilheimer Revierforstleiter Markus König klar und trotzdem war es ihm ein Anliegen, die Jesinger Kreuzeiche wenigstens als Totholz noch zu retten.

RUDOLF STÄBLER

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KIRCHHEIM Auf rund 300 Jahre schätzt Markus König das Alter der Jesinger Kreuzeiche, die seit Orkan "Lothar" und dem heißen und trockenem Sommer 2003 "schwer leidet." So sind an der Eiche kaum mehr grüne Blätter zu sehen. Obwohl vom Baum keine unmittelbare Gefahr, zum Beispiel für Spaziergänger, ausging, hat man sich beim Forstamt dazu durchgerungen, durch so genannte Sanierungsmaßnahmen in die Natur einzugreifen.

Durch die "einschneidenden" Maßnahmen, deren Kosten König auf annähernd 500 Euro beziffert, kann jetzt der Baum stehen bleiben und erfüllt seine Aufgabe im Rahmen der multifunktionalen Forstwirtschaft. Der Naturschutzgedanke spielt dabei eine entscheidende Rolle. Der Baum schafft weiterhin Bruträume für Insekten, ja man hofft sogar, dort wieder den so selten gewordenen Hirschkäfer zu sehen. Auch für die Spechte bietet der Baum Quartier.