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"Linsenhofen ist nicht unschlagbar"

Das sonntägliche Spitzenspiel in der Kreisliga B 6 steigt im Ohmdener Bergwald. Dort erwartet der zweitplatzierte TSVO Spitzenreiter TSV Linsenhofen. "Die Mannschaft muss zeigen, ob sie das Zeug hat, ganz vorne mitzuspielen", bringt Ohmdens Sprecher Markus Lenz die Brisanz der Partie auf den Punkt.

REIMUND ELBE

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KIRCHHEIM Vier Spiele, vier Siege die Heimbilanz vor dem Spitzenspiel spricht für den TSV Ohmden. Ein weiterer Mutmacher für die Bergwald-Kicker ist der TSV Beuren: Ausgerechnet der schwach gestartete TSVB brachte den Linsenhofenern vor rund zwei Wochen die bisher einzige Saisonniederlage bei. "Das sollten wir uns vor Augen führen. Linsenhofen ist somit nicht unschlagbar", so Lenz. Allerdings katapultierte sich der TSVL am vergangenen Sonntag mit einem 8:1 gegen Marsonija Frickenhausen eindrucksvoll aus dem kurzzeitigen Tief. Zudem traf Goalgetter Carlo Greco nach Ladehemmung in Beuren gegen Marsonija gleich fünf Mal und schraubte seine Trefferbilanz auf 17. Falls es den Ohmdenern gelingen sollte, den früheren Bezirksliga-Stürmer des TSGV Großbettlingen unter Kontrolle zu bringen, könnte der TSVO-Traum von einem Sieg wahr werden. "Bei einer Niederlage hätten wir aber acht Punkte Rückstand", erläutert Markus Lenz, "das wäre ein herber Rückschlag."

Jubel würde ein Ohmdener Erfolg auch in Jesingen auslösen aber eher aus eigennützigen Gründen. Die Bezirksliga-Reserve des TSVJ liegt als Tabellendritter, mit sechs Zählern Rückstand auf Linsenhofen, in aussichtsreicher Position. Jesingens Trainer Jörg Sauer hat einen wichtigen Erfolgsfaktor ausgemacht: "Es ist ein großer Vorteil, dass ich einen festen Kader zur Verfügung habe." Vor einigen Jahren war das noch anders in den Lehenäckern: Pro Saison liefen bis zu 40 Spieler, darunter auch viele Reaktivierte, für die Zweite auf. Übermorgen muss der TSVJ gegen die TG Kirchheim beweisen, dass der sportliche Aufschwung von Dauer ist. Die Partie in den Lehenäckern ist neben dem Spitzenspiel in Ohmden ein weiterer Knüller des kommenden Spieltages. Verzichten muss Trainer Sauer auf Defensivakteur Christian Pfänder, der an einem Muskelfaserriss im Oberschenkel laboriert.

Nur drei Punkte trennen den Zweiten vom Siebten in der Tabelle. Folge: Auch der TSV Ötlingen, der SV Nabern und der TSV Notzingen II sind Kandidaten für den Relegationsplatz. Ötlinger und Notzinger sind übermorgen im Eichert unter sich. Während sich der TSVN II am vergangenen Sonntag zu einem 2:1 in Owen plagte, musste sich der TSVÖ zu Hause mit einem Unentschieden gegen die TG zufrieden geben. Die Notzinger, als Siebter drei Punkte weniger auf dem Konto als der sonntägliche Gegner, stehen, gemessen an ihren Zielen, unter Zugzwang. Bei den Ötlingern bestreitet der niederländische Abwehrspieler Joost Knapen sein letztes Spiel für das Rübholz-Team, nachdem er vergangenen Sonntag das letzte Heimspiel absolviert hatte (wir berichteten).

Für den Tabellensechsten SV Nabern hat der kommende Spieltag besondere Bedeutung: Da sechs der sieben vorderen Clubs am Sonntag unter sich bleiben und sich folglich übermorgen nicht alle dieser Teams den vollen Punktsegen sichern können, könnten die Naberner mit einem Sieg bei der SGEH II einen tabellarischen Satz nach vorne machen.

Der zu Hause bisher punktlose TSV Schlierbach fühlt sich in der Femde offenbar wohler bei Marsonija Frickenhausen winkt der dritte Saisonsieg. Schlusslicht TSV Owen gastiert beim TSV Beuren, der drei der vergangenen vier Partien gewann. Eine schwierige Mission für den TSVO.