Lokales

Lob für Job-Center

Einstimmig hat der Kirchheimer Gemeinderat dem Dienstleistungsüberlassungsvertrag zwischen der Arbeitsgemeinschaft Job Center im Kreis und der Stadt Kirchheim während der jüngsten Sitzung zugestimmt.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM Zunächst informierte Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker das Ratsgremium über das vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, besser bekannt als "Hartz IV". Um den neuen Aufgaben vor Ort gerecht zu werden, sind im Rahmen der ARGE "Job-Center Landkreis Esslingen" vier Job-Center geplant, darunter eines in Kirchheim.

Der Personalbedarf von fast 130 Stellen wird zu einem Großteil mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den Sozialämtern gedeckt, die durch den Wechsel der Sozialhilfeempfänger zum Arbeitslosengeld II freiwerden. Die Stadt Kirchheim bringt, wie die Verwaltungschefin erläuterte, sieben Stellen mit zehn Mitarbeitern ein. Sie hob die "fantastische Arbeit" seitens der Mitarbeiter hervor, die neben der laufenden Sozialhilfegewährung mit umfangreichen Umstellungsarbeiten beschäftigt sind. Für etwa 600 Empfängerhaushalte müssen Anträge auf die neuen Leistungen entgegen genommen werden. Ziel sei, einen möglichst reibungslosen Übergang für die betroffenen Bürger zu ermöglichen.

Dieser Hoffnung schlossen sich die Stadträte an. Lob gab's auch hier reichlich für die Mitarbeiter des Sozialamtes. Rundum wurde Zustimmung zur Einrichtung der Job-Center in den Großen Kreisstädten laut, da dadurch die Wege für die Leistungsempfänger kurz blieben und außerdem die Städte ihren Vorteil der Bürgernähe nutzen könnten. CIK-Vertreter Wolfgang Schuler ergänzte den Aspekt, dass die Bedeutung des Ehrenamtes angesichts der bevorstehenden gesetzlichen Veränderungen weiter gewinnen werde und ermunterte generell zu ehrenamtlichem Engagement.

Das Sozialamt wird auch weiterhin die Anlaufstelle für Hilfesuchende sein und das Bindeglied zwischen Hilfeempfänger und der Sachbearbeitung des Landkreises darstellen.