Lokales

Lückenschluss für erhöhte Sicherheit radelnder Schüler

Dass eine durchgehende Radwegeverbindung von Hepsis-au nach Weilheim dringlich ist, um Kindern und Jugendlichen einen sicheren Schulweg zu bieten, ist schon seit Jahren unbestritten. Jetzt wird der Limburgstadt von Seiten des Kirchheimer Straßenbauamtes ein Radweg parallel zur Landesstraße 1212 in Aussicht gestellt.

ANKE KIRSAMMER

Anzeige

WEILHEIM Auf einem durchgehend asphaltierten Weg in die Schule radeln zu können bisher ein Wunschtraum Hepsisauer Pennäler, die in der Weilheimer Wühle die Schulbank drücken. Auch der Stadt sind die geschotterten, teils schmalen Wege zwischen dem Ortsteil und der Limburgstadt schon lange ein Dorn im Auge. Im Rahmen der Entwicklung eines Radwegekonzeptes vor vier Jahren wurde deshalb unter anderem auch auf die Dringlichkeit einer lückenlosen Radwegeverbindung nach Hepsisau hingewiesen. Was folgte, war ein Antrag beim Land zur Aufnahme des Radwegs in ein Bauprogramm. In jüngster Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeister Hermann Bauer die vom Kirchheimer Straßenbauamt entwickelte Vorentwurfsplanung vor.

Vorgesehen ist, den bestehenden geschotterten Weg auf der linken Seite der Landesstraße 1212 vom Ortsausgang Hepsisau bis zur Zufahrt der Firma Handel und Mack auszubauen und zu asphaltieren. In der Verlängerung würde das Straßenbauamt einen neuen Radweg bis zur Verbindungsstraße zwischen Weilheim und Neidlingen anlegen. Geschaffen würde auch eine neue Holzbrücke für Fußgänger und Radfahrer zur Überquerung der Lindach. Um ein sicheres Passieren der Landesstraße 1200 zu ermöglichen, ist an eine Aufweitung der Straße im Bereich der Abzweigung nach Hepsisau gedacht. Möglich wäre so der Bau einer Mittelinsel. Die Radler könnten dann östlich der L 1200 nach Weilheim fahren. Um die Sicherheit auch des Autoverkehrs zu erhöhen, ist darüber hinaus aus Richtung Neidlingen eine kurze Abbiegespur nach Hepsisau geplant. Auch an Wanderer und Ausflügler ist gedacht: Vor der Abzweigung nach Hepsisau soll die bestehende Haltestelle ein Stück Richtung Weilheim verlegt werden. Und auch an der gegenüberliegenden Straßenseite ist die Einrichtung einer Haltestelle vorgesehen.

Die Gesamtkosten werden auf 266 000 Euro geschätzt und vom Land finanziert. Wann das im Ratsrund einstimmig begrüßte Vorhaben umgesetzt wird, steht allerdings noch nicht fest. Auch der Vorschlag von Weilheims Bürgermeister Hermann Bauer, nach Abschluss der Arbeiten die Unterhaltslast für den Radweg bis zur Zufahrt zur Firma Handel und Mack zu übernehmen, stieß auf Zustimmung. Der Verwaltungschef unterstrich, dass mit dem Lückenschluss ein sehr gutes Radwegenetz rund um die Zähringerstadt bestünde unter anderem mit Radwegen nach Neidlingen, Aichelberg, Nabern und Bissingen. Auch Freizeitradler, die das Dorf am Zipfelbach ansteuern, würden von dem asphaltierten Weg profitieren, waren sie seither doch gezwungen, auf die schmale Straße nach Hepsisau auszuweichen.

Stadtrat Rainer Bauer hob die Erhöhung der Sicherheit für die radelnden Schüler hervor. "Wenn der Weg so kommt, ist das eine tolle Sache", betonte Hepsisaus Ortsvorsteher Hartmut Hummel. "Es sind doch recht viele Kinder von Hepsisau nach Weilheim unterwegs." Vorsicht sei jedoch wegen des Lastwagen-Verkehrs zur Firma Handel und Mack geboten. Er drängte darauf, den notwendigen Grunderwerb für den Bau des Radwegs zügig voranzutreiben. Dabei will die Stadt der Straßenbauverwaltung behilflich sein, ohne sich jedoch an den Kosten zu beteiligen.