Lokales

"Luftpost" für Günther Oettinger

KIRCHHEIM Die Kirchheimer Waldorfschule beteiligt sich an Aktion Bildungsvielfalt. Ziel des Aktionsbündnisses der baden-württembergische Waldorfschulen ist die Festschreibung des so genannten Bruttokostenmodells im Privatschulgesetz. Ministerpräsident Oettinger hatte in seiner Regierungserklärung entsprechende Schritte angekündigt. Nach dieser Berechnungsgrundlage würden sich die Zuschüsse des Landes an die Schulen in privater Trägerschaft danach richten, wie hoch die tatsächlichen Kosten eines Schülers im staatlichen Schulsystem sind.

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"Die Zuschüsse nach den tatsächlichen Schülerkosten zu berechnen, ist eine längst fällige Reform. Bisher haben die Zuschüsse trotz sparsamster Haushaltsführung und großem ehrenamtlichem Engagement der Eltern gerade mal knapp 60 Prozent unserer Schülerkosten gedeckt", so Knut Dikomey, Geschäftsführer der Kirchheimer Waldorfschule. Die Verankerung des Bruttokostenmodells im Privatschulgesetz wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Das finden auch die Kirchheimer Eltern der Waldorfschüler, die in einem Gratulationsschreiben an Günther Oettinger diesen aufforderten, dies, wie angekündigt, noch in diesem Jahr umzusetzen. 250 Eltern schlossen sich der Forderung an.

Die Schüler der Waldorfschule werden nun am kommenden Samstag bei einem Luftballonstart Postkarten per "Luftpost" in Richtung Staatsministerium losschicken, mit der Aufschrift. "Lieber Herr Oettinger, denken Sie bitte an unsere Verabredung! Nicht platzen lassen! Herzliche Grüße Ihr Bruttokostenmodell!"

Die Aktion Bildungsvielfalt will in den nächsten Monaten durch zahlreiche Veranstaltungen auf lokaler und regionaler Ebene auf die Rolle der Waldorfschulen für die Bildungsvielfalt im Land aufmerksam machen.

sr