Lokales

Mal grün, mal weiß

„Felix“ treibt es ganz schön bunt

Burg Teck nach dem Wetterkapriolen vom Wochenende
Burg Teck nach dem Wetterkapriolen vom Wochenende

Heute grün und warm, morgen weiß und kalt – Sturmtief „Felix“ hat es am Wochenende ganz schön bunt getrieben. Ganz große Schäden blieben zum Glück aus.

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Irene Strifler

Kirchheim. Entgegen seinem glücksverheißenden Namen hat Sturmtief „Felix“ am Wochenende beileibe nicht allen Menschen Glück gebracht. Heftige Sturmböen haben auch im Landkreis Esslingen dafür gesorgt, dass allerhand gefährliche Flugkörper in der Luft unterwegs waren: In Neuhausen begab sich an einer Tankstelle eine Zapfsäulenabdeckung auf Wanderschaft und flog gegen die Heckscheibe eines Pkws.

In Schopfloch hatte die Feuerwehr keine ruhige Nacht: Am Samstagabend stürzte eine rund acht Meter hohe Tanne auf die Landesstraße 1212. Ein 35 Jahre alter VW-Fahrer konnte nicht mehr rechtzeitig ausweichen und prallte gegen den auf der Fahrbahn liegenden Baum. Es entstand aber nur geringer Sachschaden, die Feuerwehr beseitigte den Baum. Am Beurener Thermalbad wurde ein Verkehrszeichen auf einen parkenden Pkw geschleudert.

Am Samstagvormittag machte sich sogar eine ganze Ladung Christbäume selbstständig: Ein 43-jähriger Traktorfahrer war mit Anhänger auf der Kreisstraße von Altdorf nach Großbettlingen zur Grünschnittstelle unterwegs und hatte ausgediente Christbäumen geladen. Ein 21-Jähriger stand während der Fahrt auf dem Anhänger, um die Fracht festzuhalten. Eine starke Windböe wehte jedoch ihn und etliche Tannenbäume kurzerhand vom Anhänger. Der Altdorfer stürzte auf die Straße und musste mit schweren Verletzungen in eine Klinik eingeliefert werden.

Ansonsten kamen die meisten Bürger am Wochenende wohl mit dem Schrecken davon. Klappernde Rollläden sorgten in der Nacht von Samstag auf Sonntag dafür, dass viele kaum ein Auge zutaten. Während der Samstag noch von Joggern und Radfahrern bei Temperaturen um 15 Grad im Raum Kirchheim genutzt wurde, stand kurz darauf temperaturtechnisch eine Talfahrt bevor. Am Sonntag graupelte es immer wieder, und nicht nur die Teck zeigte sich im weißen Kleid.

Auch für die nahe Zukunft bleibt es - abgesehen von einigen Sonnenstunden heute und morgen - überwiegend ungemütlich und schwankend. Straßenglätte und Sturmböen bergen akute Gefahren.

Klare Sache: Der Winter weiß offenbar immer noch nicht so recht, was er will.