Lokales

Mangelware Facharbeiter

Die CDU-Mittelstandsvereinigung (MIT) Kirchheim besuchte mit der Prakesch Zerspanungstechnik in Wernau ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen, das einen hervorragenden Ruf als Metall verarbeitendes Unternehmen genießt und viele renommierte Großunternehmen zu seinen Kunden zählt.

WERNAU Im Jahre 1991 gründete Jürgen Prakesch im Alter von gerade einmal 21 Jahren eine Dreherei in der Kirchheimer Krebenstraße. Die Kapitalintensität der Produktion machte es schon zu dieser Zeit nicht leicht, ein Unternehmen zu gründen, doch unterstützten die Banken den Gründergeist von Jürgen Prakesch. Die Kunden waren sehr schnell von der Leistung, der Qualität und der Flexibilität des Unternehmens überzeugt, weshalb die bisherigen Räumlichkeiten nicht mehr ausreichten und der Umzug in das ehemalige Gutekunst-Gebäude in der Dettinger Straße in Kirchheim erfolgte. Zugleich wurde die bisherige Einzelfirma in eine GmbH umfirmiert.

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Schon damals hatte die Firma Prakesch Schwierigkeiten, Facharbeiter zu finden, weshalb die Entscheidung fiel, selbst auszubilden. Seit 1998 ist das Unternehmen eingetragener Ausbildungsbetrieb und konnte schon im Jahre 2001 eine deutlich über dem Branchenschnitt liegende Ausbildungsquote verzeichnen. Das Jahr 1998 brachte einen weiteren Meilenstein mit sich: Als eines der ersten Unternehmen der Branche in der Region Kirchheim erhielt die Firma Prakesch die Zertifizierung nach DIN ISO 9001.

Auch die Räumlichkeiten in der Dettinger Straße wurden sehr schnell zu eng. Nachdem sich die Suche nach einem neuen Standort in Kirchheim als schwierig gestaltete und die Zeit drängte, fand das Unternehmen in Wernau eine neue Bleibe: Neben der idealen Verkehrsanbindung und der wirtschaftsfreundlichen Verwaltungsspitze biete dieser Standort auch Möglichkeiten zur Erweiterung der Gesamtfläche, die mit dem Umzug im Jahre 2002 von 1 000 auf 2 600 Quadratmeter anstieg.

Heute beschäftigt das Unternehmen 40 Mitarbeiter, darunter derzeit zwei Auszubildende. Die Firma Prakesch bietet eine umfangreiche Palette im Bereich der Metallverarbeitung, angefangen vom Drehen, Fräsen und Bohren bis hin zu kompletten Dienstleistungen, an. Im Drei-Schicht-Betrieb werden von der Einzelfertigung bis zur Serienproduktion sämtliche Losgrößen offeriert. Zu den Kunden zählen neben regionalen Mittelständlern auch internationale Großkonzerne wie DaimlerChrysler, Porsche, Volkswagen und Airbus.

Sorge bereiten Jürgen Prakesch die anhaltenden Schwierigkeiten, geeignete Facharbeiter zu finden. Auch die Suche nach Auszubildenden gestaltet sich schwierig, da die Vielseitigkeit und der Anspruch des Berufsbildes "Zerspanungsmechaniker" bei vielen Jugendlichen nicht hinreichend bekannt ist. Hier sieht die Firma Prakesch dringenden Handlungsbedarf, vor allem bei den Schulen.

Der MIT-Vorsitzende Franz Pfeffer lobte Prakesch als vorbildlichen mittelständischen Unternehmer, der auch in Zeiten der Globalisierung durch Qualität und Innovationen sein Unternehmen auf Erfolgskurs halte. Der Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann betonte, dass es auch weiterhin Aufgabe der Politik sein werde, die Standortbedingungen für mittelständische Unternehmen zu verbessern.

pm