Lokales

Marbach rüstet sich für die Zukunft

"Wir stellen alles auf den Prüfstand, um den Landeshaushalt auf solide Füße zu stellen", betont der CDU-Landtagsabgeordnete Karl Zimmermann im Hinblick auf die Klausurtagung seiner Fraktion. Auch das Landesgestüt Marbach musste einen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten und eine moderate globale Minderausgabe in Höhe von 160 000 Euro hinnehmen.

KIRCHHEIM Das Gestüt verfügt über einen Gesamtetat von rund sechs Millionen Euro jährlich. 2,3 Millionen davon erwirtschaftet das Gestüt wiederum, die Differenz wird über den Landeshaushalt ausgeglichen. In Marbach sind 88 Mitarbeiter sowie 37 Auszubildende beschäftigt.

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"Ich weiß, welche Bedeutung das Gestüt national, aber auch für die Region hat", so Zimmermann, der unter anderem am Rande des Reitturniers in Weilheim zahlreiche Informationsgespräche geführt hatte. Besonders gefreut hätten ihn die vielen Anregungen, das Gestüt weiterzuentwickeln und damit auch einen Beitrag zu einer verbesserten Wirtschaftlichkeit zu leisten.

Im Rahmen der Klausurtagung konnte sich der CDU-Abgeordnete im zuständigen Arbeitskreis sowie bei Landwirtschaftsminister Peter Hauk aus erster Hand darüber informieren, dass man sich in Marbach für die Zukunft rüstet. In einem Projekt "Marbach 2009" wurde in den vergangenen Monaten die strategische Ausrichtung des Gestüts gemeinsam zwischen dem Ministerium für den Ländlichen Raum, dem Gestüt, dem Pferdesportverband, dem Pferdezuchtverband und weiteren Beteiligten neu ausgelotet. Im Mittelpunkt steht die Konzentration auf das Kerngeschäft. Marbach soll Kompetenz-, Bildungs- und Besucherzentrum werden.

Zahlreiche Maßnahmen aus diesem Programm werden bereits umgesetzt und erbringen für die Zukunft Einsparungen beziehungsweise zusätzliche Einnahmen. So wurde die defizitäre Schafhaltung in Marbach abgebaut. Das wiederum schaffte entsprechenden Raum, um Ruhestandspferde im ehemaligen Schafhaus in Sankt Johann unterzubringen und damit Einnahmen zu erwirtschaften. Marbach soll die Zahl der Deckstationen im Land von 19 auf vier bis fünf leistungsfähige Service-stationen und damit auch die Kosten reduzieren helfen. Zur Stärkung der Kompetenzen soll auch die Geschäftsstelle des Pferdezuchtverbandes nach Marbach umziehen.

Gute Chancen sieht Zimmermann in der touristischen Attraktivität des Gestüts. "Die jährliche Hengstparade vermittelt einen Eindruck, was möglich ist", befindet der Abgeordnete. Das Bewusstsein, die Stärken des Gestüts auch wirtschaftlich zu nutzen, sei vorhanden und werde mit "Marbach 2009" umgesetzt. "Das ist ein klares Bekenntnis zu Marbach und dessen Rolle über den Pferdesport und die Pferdezucht hinaus und gibt dem Gestüt eine Perspektive."

pm