Lokales

Marode Bahnbrücke

Stoßstange an Stoßstange fahren Autos und Lkw zu den Hauptverkehrszeiten in Nürtingen auf der B 313 von der Wörthbrücke in Richtung Südumgehung. Ein Ausbau dieses Straßenabschnittes steht schon seit Jahren auf der Wunschliste des Nürtinger Gemeinderates.

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NÜRTINGEN Mit dem jüngst gefassten Aufstellungsbeschluss für den Ausbau der B 313 Metzinger Straße wurden die Weichen für die Straßenverbreiterung gestellt. Bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag kann das Projekt indes nicht aufgeschoben werden, denn die Bahnbrücke ist in einem schlechten Zustand.

Die B 313 ist vor allem für Pendler eine wichtige Verbindung aus Richtung Reutlingen in den Ballungsraum Stuttgart. Nürtingen liegt mitten auf dieser Achse. Seit Jahren registriert man ein steigendes Verkehrsaufkommen, das auch im Zusammenhang mit innerstädtischen Verkehrsverlagerungen steht. Gespräche mit der Straßenbauverwaltung über einen Ausbau der B 313 im Bereich des Nadelöhrs Bahnbrücke wurden schon vor Jahren geführt. Konkrete Planungen gibt es bislang allerdings nicht. Die Kassen des Straßenbauträgers sind weitgehend leer.

Um das Verfahren zu beschleunigen, tritt die Stadt Nürtingen mit der Aufstellung eines Bebauungsplanes gegenüber dem Straßenbaulastträger in Vorleistung. Ein solches Bebauungsplanverfahren hat Wilfried Hajek gegenüber einem Planfeststellungsverfahren den Vorteil, dass es kein Verfallsdatum hat. Ein Planfeststellungsverfahren sollte spätestens nach fünf Jahren umgesetzt werden.

Bei Untersuchungen, so der städtische Baudezernent, habe die Bahn nun festgestellt, dass die Eisenbahnbrücke über die B 313 in einem desolaten Zustand sei und das Unternehmen handeln müsse. Dieser Umstand könnte den Ausbau möglicherweise noch forcieren. Um die Leistungs- und Funktionsfähigkeit der B 313 zu erhalten, steht für die Stadt außer Zweifel, dass gerade dieser Streckenabschnitt von der Wörthbrücke bis zum "Breiten Löhle" dem Verkehrsbedarf angepasst werden muss.

Mit dem Ausbau soll neben der Leistungsfähigkeit und der Funktionsfähigkeit auch die Verkehrssicherheit der B 313 erhöht werden. Baudezernent Wilfried Hajek verspricht sich vom vierspurigen Ausbau der Straße ab der Meistermax-Kreuzung eine Verbesserung für den Verkehrsfluss.

Die Kosten für das Bebauungsplanverfahren trägt die Stadt Nürtingen. Stadt und Gemeinderat hoffen, mit baureifen Plänen in der Schublade schneller zum Zug zu kommen, wenn in den Fördertöpfen des Bundes wieder Mittel für Straßenbaumaßnahmen zur Verfügung stehen.