Lokales

Maulwurf und Igel "schaffad was"

Zwei neue Mitarbeiter tauchen demnächst an den verschiedensten Stellen in Kirchheim auf. Sie beziehen kein Gehalt, sind aber trotzdem rund um die Uhr im Einsatz: Der muntere (Bau-)Igel und sein zupackender Freund, der Tiefbau-Maulwurf, lotsen die Bevölkerung fortan durchs Baustellenlabyrinth.

IRENE STRIFLER

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KIRCHHEIM "Mit diesen beiden Sympathie-Trägern wollen wir zeigen, dass wir etwas tun und etwas verbessern für die Bürger und die Stadt", erklärt Bürgermeister Günter Riemer, weshalb die beiden liebenswerten Gesellen "eingestellt" wurden. Die Idee, die von anderen Großbaustellen übernommen wurde, soll bald rund um den Schweinemarkt für besseren Informationsfluss sorgen. Maulwurf und Igel zieren nicht nur Tafeln an der Baustelle, sondern auch eine Reihe von kleinen Schildern, die ab Ende nächster Woche die Ersatzparkplätze und die Fußwege ausweisen.

"Kirchheim baut für Sie", prangt über den beiden Gesellen. Die wiederum versprechen: "Mir schaffad was!" Sie haben nicht nur eine Schaufel dabei, sondern tragen auch Helme selbstverständlich in den Farben der Stadt. "Wir wollen dazu beitragen, dass die Baustelle als Zukunft für Kirchheim begriffen wird, als Maßnahme, die den Bürgern zugute kommt", erläutert Marketing-Fachfrau Gabriele Huttenlocher.

Informationsdefizite wurden in der jüngsten Vergangenheit für das Ausbleiben von Kunden in Kirchheims City geltend gemacht. So bleibt beispielsweise mancher Parkplatz, etwa beim Seminar oder beim Kolb-und-Schüle-Gelände ungenutzt. Hier sollen Maulwurf und Igel helfen. "Speziell vom kostenlosen Ziegelwasen sind es gerade mal 250 Meter zu Fuß in die Innenstadt", betont Gabriele Huttenlocher.

Dann ist der Kirchheim-Besucher genau da, wo die Bautätigkeit derzeit die tiefsten Wunden reißt, aber auch spannende Einblicke bietet: am Schweinemarkt. Im "Schweinemarkt-Karree", wie das Viertel nun heißt, sind für die nahe Zukunft eine ganze Reihe von Aktivitäten geplant. Die Geschäftsleute stellen ein buntes Programm auf die Beine.

Sicher ist jetzt schon, dass am 6. und 7. Mai ein großes Straßenfest steigt. Dieses Datum ist für alle kreativen Köpfe in Kirchheim von Bedeutung, die sich ab sofort schon mal den Kopf zerbrechen können. Maulwurf und Igel haben nämlich bislang noch keinen Namen. Das sollte sich unbedingt bald ändern, findet Gabriele Huttenlocher und setzt dabei auf die Findigkeit der Bürger. Schließlich sind die beiden Gesellen keine vorübergehende Erscheinung, sie sollen alle größeren Baustellen Kirchheims künftig begleiten.

Das baldige Auftauchen von Maulwurf und Igel auf den ersten Schildern sorgt zweifellos für Geistesblitze. Wer eine zündende Idee hat, kann demnächst eine Stimmkarte bei den Geschäften im Schweinemarkt-Karree abholen, darauf einen Namensvorschlag vermerken, und das Kärtchen am besten dort gleich wieder abgeben. Eine Jury befasst sich mit den Namensvorschlägen für Maulwurf und Igel und gibt am 7. Mai den Gewinner des Wettbewerbs bekannt. Natürlich winken Preise.