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Mehr Gerechtigkeit zwischen den Generationen

Ein Umdenken fordert der CDU-Bundestagsabgeordnete Michael Hennrich von Politik und Gesellschaft. Sein Credo: "Mehr Generationengerechtigkeit schafft neues Vertrauen." Wichtige Punkte seien Bildung, Familienförderung und sichere Renten. Nur wenn hier ein Ausgleich geschaffen werde, könne die freiheitlich-demokratische Gesellschaft auf Dauer funktionieren.

KIRCHHEIM Auf diesen Ausgleich, so Hennrich, sei das Regierungsprogramm von CDU und CSU

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O:5080515.JP_ ausgerichtet. Grundvoraussetzung sei, die Staatsfinanzen wieder zu ordnen. "Solide Finanzen sind der wichtigste Beitrag zum Erreichen von mehr Generationengerechtigkeit. Es ist eine Frage der Moral, ob wir es zulassen, dass der Konsum von heute mit den Schulden finanziert wird, die wir unseren Kindern hinterlassen", stellt Hennrich fest. Der Marsch in den Schuldenstaat sei das Hauptversäumnis rot-grüner Finanzpolitik.

"Wohlstand für alle setzt Bildung für alle voraus", unterstreicht der CDU-Politiker. Die Teilhabe aller an Bildung und Ausbildung sei Voraussetzung dafür, dass keine Begabung ungenutzt bleibe. Baden-Württemberg zeige: Wenn alle ihre Leistungskraft und Begabungen entfalten können, entwickelt sich Wachstum, Wohlstand und Innovation. "Dies muss auch wieder für ganz Deutschland gelten", fordert Hennrich.

Das Beherrschen der deutschen Sprache sei der Schlüssel zur Bildung. Deshalb unterstützt Hennrich die vorschulische Sprachförderung für alle Kinder und Ganztagesangebote dort, wo Bedarf besteht. Fehlende Sprachkenntnisse seien gerade für Kinder aus Migrantenfamilien oft Grund dafür, dass ihnen schulischer Erfolg und die Chance auf Ausbildung verwehrt bleibe. Die Schule habe in Ergänzung zur Familie die Aufgabe, klare Wertvorstellungen zu vermitteln. Dies müsse im konfessionellen Religionsunterricht als ordentlichem Lehrfach erfolgen. "Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hängt nicht zuletzt von seinen Eliten ab", so Hennrich. Aus diesem Grund trete die CDU für die gezielte Förderung hochbegabter Kinder und Jugendlicher ein.

"Die Familie ist die wichtigste Form des Zusammenlebens", so Hennrich, selbst verheiratet und Vater von zwei Buben. Er stehe ebenso wie seine Partei zum besonderen Schutz von Ehe und Familie. Ohne andere Formen des Zusammenlebens abzuqualifizieren, hätten Familien und Kinder Vorrang. Dieser Vorrang werde unter einer unionsgeführten Regierung in praktische Politik umgesetzt.

Dazu gehörten etwa die Erhöhung des steuerlichen Grundfreibetrags auf 8 000 Euro und die Einführung eines Kindergrundfreibetrags von 8 000 Euro im Jahr. Auch ein Kinderbonus von monatlich 50 Euro als Beitragsermäßigung in der Rentenversicherung soll eingeführt werden. "Damit", so Hennrich, "honorieren wir den Zukunftsbeitrag von Familien zum Generationenvertrag in unserer Gesellschaft". Bestandteile seien auch die beitragsfreie Versicherung aller Kinder im Rahmen der von der CDU angestrebten Gesundheitsreform, sowie die stärkere Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, etwa durch den rascheren Ausbau der Kinderbetreuung. "Ich befürworte in diesem Zusammenhang die Möglichkeit von Teilzeitbeschäftigung für Kindererziehung und Pflege", konkretisiert Hennrich.

"Die gesetzliche Rentenversicherung wird immer eine wichtige Säule der Alterssicherung sein", stellt der CDU-Politiker klar. Aber sie bedürfe zur Sicherung des Lebensstandards der privaten Ergänzung. Zur langfristigen Stabilisierung der Rentenversicherung sei eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit bei kürzeren Ausbildungszeiten und einem früheren Berufseintritt notwendig. Außerdem sollten sich die Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer verbessern.

Die CDU strebt bei den Renten zudem an, den Beitragssatz an der gegenwärtigen Beitragshöhe auszurichten und der privaten und betrieblichen Altersvorsorge einen höheren Stellenwert einräumen. "Wir wollen weniger Bürokratie und höhere Renditen und steigern so die Attraktivität dieser wichtigen Säule der Altersvorsorge", gibt sich Michael Hennrich zuversichtlich.

Der Bundestagsabgeordnete ist überzeugt, dass dieses Bündel von Maßnahmen einen gangbaren Weg aufzeigt, um zu mehr Generationengerechtigkeit zu kommen. "Dann gewinnen die Menschen auch wieder das Vertrauen in die Politik", so Hennrich.

pm