Lokales

Mehr Licht mit weniger Strom

Wartungsvertrag der Gemeinde Ohmden mit der EnBW lohnt sich

Weniger Energieverbrauch bei besserer Ausleuchtung der Ohmdener Straßen – der im vergangenen Jahr abgeschlossene Wartungsvertrag der Gemeinde mit der EnBW hat sich gelohnt, auch wenn sich das nicht in Euro und Cent ausdrückt.

Anke Kirsammer

Ohmden. Durch den Einsatz energieeffizienter Lampen an Ohmdens Straßen wird 14 Prozent weniger Strom verbraucht. Der Bericht, den Lichtplaner Siegfried Eben von der EnBW Regional AG dem Ohmdener Ratsgremium präsentierte, sorgte im Rund für Aufatmen. Im Zuge der Haushaltsdebatte hatten sich Rat und Verwaltung gewundert, dass im Jahr 2009 beim Posten Straßenbeleuchtung ein Betrag vermerkt war, der 6 000 Euro höher lag als in den Vorjahren. Wie sich nun herausstellte, kommt die Differenz zum einen durch einen längeren Ablesezeitraum zustande. Zum anderen führte die Buchungsstelle der Betriebsführungspauschale in die Irre. „Dafür gibt es künftig einen eigenen Posten“, kündigte Michael Nagel von der Weilheimer Stadtkämmerei an.

Wie Siegfried Eben darlegte, wurden gemäß dem seit Februar vergangenen Jahres laufenden Wartungsvertrag sämtliche 319 Leuchten gereinigt und, wo möglich, mit energiesparenden Leuchtmitteln bestückt. Waren bisher 80-Watt-Lampen üblich, so sind die Leuchten an der Hauptstraße beispielsweise jetzt mit 69-Watt-Lampen ausgestattet. Die Lichtmessung ergab dabei eine Verbesserung um 57 Prozent. Insgesamt ging der Verbrauch pro Jahr von 88 843 auf 75 635 Kilowattstunden zurück.

Geld lässt sich dadurch für die Gemeinde allerdings nicht einsparen: Lag der Aufwand für die Straßenbeleuchtung in Ohmden in den Jahren 2004 bis 2007 durchschnittlich bei rund 15 400 Euro, so bezahlte die Kommune im vergangenen Jahr lediglich 100 Euro weniger. Der Grund: Die Wartungskosten stiegen von jährlich 2 100 auf knapp 4 000 Euro an.

Siegfried Eben empfahl dem Gemeinderat, mittelfristig die in die Jahre gekommenen 142 Minikofferleuchten im Ort zu ersetzen. Kritisch sah er insbesondere die Isolation der elektrischen Bauteile. „Die Lebensdauer der Leuchten ist einfach erreicht“, betonte Eben. Sinnvoll wäre, dafür Geld auf die Seite zu legen. Pro Leuchte kommen auf die Gemeinde rund 250 Euro zu.

Ohmdens Bürgermeister Manfred Merkle zeigte sich zufrieden mit dem von Siegfried Eben präsentierten Zwischenbericht des auf vier Jahre geschlossenen Vertrages: „Es ist eingetreten, was wir erhofft haben. Für das gleiche Geld bekommen wir jetzt auf jeden Fall eine bessere Qualität.“ Das sah das Ratsgremium genauso.

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