Lokales

Mehr Platz in der Sonne

Bau eines größeren Vereinsheims auf dem Verkehrsübungsplatz beginnt

Der Wintereinbruch änderte nichts am Zeitplan: Der Spatenstich für das neue Vereinsheim läutet für den Motorsportclub Kirchheim (MCKT) die vorletzte Runde seiner Modernisierung des Verkehrsübungsplatzes ein.

Tobias Flegel

Kirchheim. Die erworbene Baufreigabe für das neue Vereinsheim hat für den Motorsportclub Kirchheim (MCKT) ein wichtiges Ziel in Sichtweite gerückt. „Der Neubau ist einer der wesentlichen Punkte, die zum nachhaltigen Fortbestand des Vereins beitragen“, sagte der Erste Vorsitzende Eberhard Frech beim Spatenstich am Samstag. Dauerhaft sicherer werde die Existenz des stetig wachsenden MCKT künftig dadurch, dass die neue Heimat mehr Platz für Aktivitäten und Veranstaltungen biete. Weiterhin ermöglichen zwei großzügige Schulungsräume im Obergeschoss des Gebäudes eine „interessenkonforme Vermietung, ohne die Clubaktivitäten nachhaltig zu beeinflussen“. Als potenzielle Partner hat der Club renommierte Automobilhersteller im Visier.

Mit dem Neubau tritt der Motorsportclub in die vorletzte Phase der anvisierten Modernisierung des Verkehrsübungsplatzes ein. Der erste Schritt habe 2004 im Erwerb des 1968 erbauten Parcours bestanden, sagte Frech. „Danach folgte die Nutzung als Übungsplatz für Fahrradanfänger sowie als Ort für das Sicherheitstraining des ADAC.“ Weiterhin habe sich der Verein seit dem Kauf auf die Jugendarbeit und die betriebswirtschaftliche Führung des Geländes konzentriert. Die letzte Phase besteht Frech zufolge in der Erneuerung der rissigen Fahrbahn. Diese Aufgabe will der Motorsportclub in den nächsten zehn Jahren in Angriff nehmen.

Den Baubeginn – heute sollen die Bagger mit dem Aushub beginnen – hatten Schwierigkeiten mit dem Boden verzögert. „Eigentlich wollten wir das Vereinsheim an der alten Stelle bauen, aber der Untergrund besteht aus acht Metern Müll“, sagte Eberhard Frech. Die Aussage war wörtlich gemeint, denn das Gelände, auf dem sich der Verkehrsübungsplatz befindet, war bis 1963 Kirchheims Müll- und Schuttabladeplatz. Nur Stützen hätten auf dem unsicheren Fundament für eine stabile Statik sorgen können.

Das Problem wurde einfacher gelöst: Wenige Meter vom alten Haus entfernt, entsteht das Gebäude nun auf solidem Terrain. „An der neuen Stelle haben wir mehr Sonne und eine bessere Verkehrsanbindung“, hob Eberhard Frech die Vorteile des Standorts hervor.

Verständnis für den Unmut, der sich aus dem belasteten Boden ergab, erhielt der Motorsportclub von Stadtrat Walter Auegle. „Wenn man den Bau beschlossen hat und die Finanzierung steht, dann will man auch so schnell wie möglich bauen“, sagte Auegle, der für die verhinderte Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker den Spatenstich begleitete. Angesichts der Vergangenheit des Standorts seien Verzögerungen bei der Erteilung der Baugenehmigung jedoch vorprogrammiert gewesen. Das Erreichte stimmte Auegle aber zuversichtlich: „Die Zeit der Planung liegt hinter Ihnen und mit Karl-Heinz Schöllkopf haben Sie einen in Fragen von Architektur und Umwelt höchst kompetenten Planer“, lobte der Stadtrat. Zuvor hatte sich bereits Eberhard Frech über den Entwurf gefreut, an dem auch der Architekt Klaus Weinmann beteiligt war.

Bettina Ketzmerick, Vorstandsrätin des ADAC, wertete den Spatenstich als viel versprechendes Signal für die Zukunft: „Als Zeichen für den Baubeginn des neuen Vereinsheims beginnt eine spannende Zeit, die hoffentlich nur von Gutem geprägt ist und keine negativen Überraschungen bereit hält“, sagte sie. Auf einen reibungslosen Ablauf der Bauarbeiten hofft auch Eberhard Frech: Im nächsten September will der Club das neue Gebäude eröffnen. Wie die alte Heimat, so wünscht es sich der Erste Vorsitzende, soll auch die künftige mindestens vierzig Jahre halten.

Anzeige