Lokales

Mehr tun für Frauen und Familien

Beim Arbeitskreis der Christlichen Initiative Kirchheim (CIK) waren die Leiterin des Treffs alleinerziehender Menschen (TRAM), Susanne Kurz, und Andrea Bürker von der Familienbildungsstätte eingeladen, um über ihre Arbeit und die finanzielle Situation zu berichten.

KIRCHHEIM Die Mitglieder des Arbeitskreises der CIK waren einerseits erfreut zu hören, dass die Finanzierung der Arbeit von TRAM zumindest für 2005 gesichert werden konnte dank einer Spende. Andererseits musste festgestellt werden, dass es weiterhin an einer gesicherten Basis für eine kontinuierliche Arbeit für die allein Erziehenden fehlt. So muss viel Zeit aufgewendet werden, um finanzielle Mittel zur weiteren Finanzierung der Treffen zu bekommen. Dadurch wird die eigentliche Arbeit der TRAM stark beeinträchtigt. Staatliche Hilfe bekommt der Treff nur vom Land und dies begrenzt auf die Kinderbetreuung während der wöchentlichen Termine. Ein Zuschuss seitens der Stadt über 3 500 Euro für das laufende Jahr wurde im Gemeinderat gegen die Stimmen der Grünen Alternativen, der Frauenliste und der CIK abgelehnt.

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Es ist nach Meinung der Christlichen Initiative sicherlich nicht nur Ziel der CIK, sich für Familien in Kirchheim einzusetzen. Die Lokale Agenda 21 befasst sich ebenso mit diesem Thema und alle Fraktionen im Gemeinderat hatten es in ihren Programmen festgeschrieben. Umso mehr erstaunte es die Mitglieder der CIK, dass es trotz einer intensiven Aufklärungsarbeit der TRAM-Mitarbeiter in allen Fraktionen nicht gelungen ist, diese von der Wichtigkeit der Arbeit zu überzeugen.

In einem Gutachten zu den Sozialen Entwicklungen in Kirchheim von 1999 wird bereits festgestellt, dass fast ein Fünftel der Haushalte von allein erziehenden Haushaltsvorständen geführt wird, Tendenz steigend. Bisher wurde durch das vom Landkreis geförderte Mutter-Kind-Programm viel "Not" abgefangen. Susanne Kurz erwartet nun, nachdem dieses Programm ausläuft, weiteren Zuwachs an Hilfesuchenden bei TRAM. Im Gutachten wird empfohlen, einen Treffpunkt für allein erziehende Menschen einzurichten. Die CIK ist überzeugt, dass in der Initiative von TRAM dieser Empfehlung Rechnung getragen wird. Mehr dafür tun, dass es den Frauen gut geht dann geht es auch den Familien gut, so die Aussage der Gutachter.

Ohne besondere Werbung beteiligen sich nach Angabe von Susanne Kurz derzeit rund 20 allein Erziehende an den wöchentlichen Treffen, dazu kommen die Kinder, sodass in dem von der FBS kostenlos zur Verfügung gestellten Raum bis zu 50 Personen Platz finden müssen. Auch dies stellt ein gravierendes Problem für eine angemessene Betreuung der Rat suchenden Menschen dar. Ein vertrauliches Gespräch ist kaum möglich. Ein dritter Punkt, nach den finanziellen Nöten und der prekären Platzsituation, ist die Ausstattung mit ehrenamtlichen Mitarbeitern. Hier ist jede Unterstützung gerne willkommen.

Insgesamt waren sich alle Beteiligten der CIK einig, dass die Arbeit von TRAM mit allen der Initiative zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützt werden sollte. Es soll hierzu in den Kirchengemeinden entsprechend Werbung gemacht werden. Zudem wurde festgelegt, noch im Frühjahr in der Fußgängerzone einen Kuchenverkauf zu Gunsten von TRAM durchzuführen in Verbindung mit Informationen.

pm