Lokales

Mit dem Rüstwagen für alle Fälle gut "gerüstet"

Der Dettinger Feuerwehr wurde offiziell der Rüstwagen RW 1 übergeben, den die Wehr in den vergangenen Monaten in Eigenleistung umgebaut hatte. Bei der anschließenden Hauptübung wurde den interessierten Zuschauern das Einsatzspektrum des Fahrzeugs demonstriert.

WALTER WANNER

Anzeige

DETTINGEN Der Rüstwagen RW 1, Baujahr 1987, befindet sich im Besitz des Landkreises Esslingen und war bis Frühjahr 2005 in Ostfildern, Abteilung Ruit, stationiert. Im April wurde das Fahrzeug dann nach Dettingen überführt und anschließend in monatelanger Eigenleistung komplett ausgeräumt und speziell für heutige Erfordernisse um- und ausgebaut. Des Weiteren wurden die in die Jahre gekommenen Ausrüstungsgegenstände neu beschafft und auch ergänzt.

Der Rüstwagen verfügt über einen hydraulischen Rettungssatz (Schere, Spreizer und hydraulische Zylinder), Stromerzeuger, Motorsäge, Trennschleifer, Hebekissen, Beleuchtungsgeräte und eine Vielzahl sonstiger Werkzeuge und Hilfsmittel, die vor allem bei technischen Hilfeleistungen Verwendung finden. Der Rüstwagen ersetzt das seit 1964 im Dienst der Dettinger Feuerwehr stehende Löschfahrzeug LF 8, das bereits vor rund 20 Jahren ebenfalls in Eigenleistung als Gerätewagen umgebaut worden und bis jetzt im Dienst war.

Auf der Festwiese vor dem Hallenbad wurde das Fahrzeug von Bürgermeister Rainer Haußmann dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Dettingen, Jürgen Holder, offiziell übergeben. Unter den Gästen waren auch Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich, Stadtbrandmeister Roland Schultheiss aus Kirchheim und die Kommandanten der umliegenden Gemeinden.

Neben etlichen Gemeinderäten hatten sich auch viele interessierte Bürgerinnen und Bürger zu der anschließenden Hauptübung eingefunden. Bei verschiedenen angenommenen Szenarien wurden die Einsatzmöglichkeiten des Rüstwagens demonstriert: So das Aufrichten eines umgestürzten landwirtschaftlichen Anhängers mittels Seilwinde und Greifzug, ein Verkehrsunfall mit dem Befreien eingeklemmter Personen unter Zuhilfenahme von hydraulischer Schere und Spreizer, eine Tiefenrettung und der Einsatz von Hebekissen.

Von Kommandant Jürgen Holder, der über eine Lautsprecheranlage die einzelnen Übungen erläuterte, wurde bei einer der Übungen auch die Gemeinderätin und stellvertretende Bürgermeisterin, Inge Schaufler, mit einbezogen. Sie war als "Fahrerin" in einem Pkw eingeklemmt und wurde fachmännisch aus ihrer misslichen Lage befreit. Die anwesenden Feuerwehrexperten und auch die interessierten Zuschauer bewerteten die anschaulichen Übungsabschnitte durchweg positiv.