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Mit dem Schweden Jens Lundquist droht ...

Mit dem Schweden Jens Lundquist droht Tischtennis-Bundesligist TTC Frickenhausen einen seiner Leistungsträger zu verlieren. Seinem Vernehmen nach jedoch mit fadenscheiniger Begründung.

PETER EIDEMÜLLER

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Herr Lundquist, ihr Vertrag beim TTC steht zur Disposition. Wie wird es bei Ihnen weitergehen?

Der Verein hat mir bereits im Dezember mitgeteilt, dass mein Vertrag ab der kommenden Saison nicht verlängert wird, ich also keinen neuen Zweijahresvertrag erhalten werde.

Aus finanziellen Gründen, wie Präsident Wohlhaupter-Hermann beteuert?

Über Geld hat mit mir überhaupt niemand gesprochen, ich habe gar kein Angebot vom Verein bekommen.

Welche Begründung wurde Ihnen denn mitgeteilt?

Ich würde mich zu sehr vom Verein distanzieren. Außerdem hätten sich Zuschauer über mich beschwert, in deren Augen ich mich während unserer Heimspiele zu aggressiv an den Platten verhalten haben soll.

Ist das denn so?

Nein, ich kann das absolut nicht verstehen. Ich habe immer gut trainiert und meine Leistung gebracht. Das kam alles total überraschend für mich.

Wie gehen Sie mit dieser Vorgehensweise seitens des Vereins um?

Wenn mein Vertrag nicht verlängert wird, muss ich das als Profi-Sportler akzeptieren, das ist auch in Ordnung. Was ich aber nicht akzeptieren kann, sind die Begründungen.

Trotzdem werden Sie die Saison beim TTC zu Ende spielen?

Damit habe ich kein Problem, im Gegenteil: Ich will weiter Top-Leistungen bringen, damit der Verein merkt, dass es ein Fehler war, mich einfach so gehen zu lassen.

Und wo kann man Jens Lundquist dann in der Saison 2006/07 an den Platten sehen?

Ich habe bereits Angebote von vier anderen Bundesligisten vorliegen. Wobei ich Frickenhausen nur ungern verlasse. Ich fühle mich wirklich wohl hier.